Projekt-Ausschreibungen

Bürger und Institutionen angesichts der Digitalisierung der Demokratie in der Schweiz: Herausforderungen und Perspektiven

Die direkte Demokratie ist eine Besonderheit des politischen Systems der Schweiz. Das prägendste Merkmal ist zweifellos, dass der Schweizer Bürger und die Schweizer Bürgerin mindestens viermal im Jahr an die Urne gerufen werden. Der den Abstimmungen vorgelagerte Prozess ist komplex: Verwaltungsbehörden, Parlamente, politische Parteien, Interessengruppen oder auch die so genannte Zivilgesellschaft entwickeln Ideen, um zu politischen Entscheidungen zu gelangen, die das Land prägen sollen. In diesem Kontext spielt die Digitalisierung, die alle Aspekte unserer Gesellschaft berührt, eine immer wichtigere Rolle. Manche sehen darin ein – bestenfalls notwendiges, schlimmstenfalls unvermeidliches – Übel, während andere darin die Chance erblicken, das politische System zu erneuern.


Während sich die Diskussionen rund um die elektronische Stimmabgabe seit einigen Jahren wiederholen, entstehen andere Initiativen, die sich unter dem Begriff «civic tech» zusammenfassen lassen: «Civic tech» will politische Instrumente digitalisieren, um u.a. die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Politik zu fördern und Fragen des Gemeinwesens attraktiver zu gestalten. Doch läuft man dabei nicht Gefahr, einen Teil der Bevölkerung auszuschliessen? Sind alle Akteure gegenüber der Digitalisierung gleichgestellt, die ihrerseits finanzielle und personelle Ressourcen in erheblichem Umfang erfordert, um optimal umgesetzt werden zu können? Worin besteht in diesem Zusammenhang die Rolle des Staates?


TA-SWISS schreibt ein Projekt aus, das aus mehreren (Teil)Studien unterschiedlicher Ausgestaltung bestehen soll.

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