Neue Anwendungen der DNA-Analyse

DNA test. Doctor Doing Coronavirus covid 19 Test For male Patient. Taking a saliva sample from a man. Collection of mucus from the throat for research in the laboratory.

In der DNA verborgene Informationen auswerten, war noch vor Kurzem aufwendig, zeitintensiv und teuer. Doch heute hat jeder und jede die Möglichkeit, die DNA relativ günstig analysieren zu lassen. Auch die Strafverfolgung nutzt neue Methoden, um DNA-Spuren zu interpretieren. Das wirft Fragen auf, etwa zur Verhältnismässigkeit oder zur Privatsphäre.

Inhalt der Studie

Die Studie soll aufzeigen, welche neuen Möglichkeiten DNA-Analysen bieten und welchegesellschaftlichen und rechtlichen Aspekte damit verbunden sind.

Bereits jetzt bieten Firmen sogenannte „Lifestyle-Gentests“ an. Sie erstellen für ihre Kundinnen und Kunden beispielsweise einen genetischen Stammbaum oder ein Ernährungsprogramm, das auf ihre Gene zugeschnitten ist. Mit Genanalysen lassen sich auch Aussagen darüber machen, wie ein unbekannter Mensch aussehen könnte, von dem nur eine DNA-Spur vorliegt. Strafverfolger und Polizei erhoffen sich, dereinst Phantombilder aus DNA-Proben erstellen zu können. Schliesslich offenbart eine DNA-Analyse persönliche Informationen – und zwar nicht nur über die getestete Person, sondern auch über ihre Blutsverwandten.

Wer soll Zugang haben zu diesen Informationen, und wie sollen oder dürfen die Erkenntnisse aus DNA-Analysen genutzt werden? Diesen und weiteren Fragen geht die TA-Studie nach.

Links und Downloads

Organisation

Projektdauer

März 2019 bis Herbst 2020

Projektgruppe

  • Dr. Erich Griessler (Projektleiter), Alexander Lang (Projektkoordinator), Dr. Johannes Starkbaum, Florian Winkler und Milena Wuketich, Institut für Höhere Studien IHS, Wien
  • Dr. Brigitte Gschmeidler, Dr. Elena Kinz und Simone Schumann, Open Science, Wien
  • Prof. Dr. Malte Gruber, Dr. Vagias Karavas und Nina Burri, Universität Luzern

Mitglieder der Begleitgruppe

  • Prof. Dr. Reinhard Riedl, Präsident der Begleitgruppe, Departement Wirtschaft, Berner Fachhochschule BFH, Mitglied des Leitungsausschusses von TA-SWISS
  • Dr. Nadine Keller, Bundesamt für Gesundheit BAG
  • Dr. Adelgunde Kratzer, Institut für Rechtsmedizin, Universität Zürich
  • Dr. Alice Reichmuth Pfammatter, Datenschutzexpertin, Anwaltsbüro Reichmuth
  • Prof. em. Dr. Giatgen  Spinas, Universitätsspital Zürich, Mitglied des Leitungsausschusses von TA-SWISS
  • Prof. Dr. Franziska Sprecher, Institut für Öffentliches Recht, Universität Bern
  • Prof. Dr. Andrea Superti-Furga, Abteilung für medizinische Genetik, Universitätsspital Lausanne CHUV
  • Dr. Guy Vergères, Institut für Lebensmittelwissenschaften, Agroscope
  • Prof. Dr. Markus Zimmermann, Departement für Moraltheologie und Ethik, Universität Freiburg, Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin NEK

Kontakt

Adrian Rüegsegger, TA-SWISS
adrian.rueegsegger@ta-swiss.ch