Vorgeburtliche Gendiagnosik

Expertenstudie (2014-2016)


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Neue Methoden der Genomanalyse erlauben es, im Blut einer schwangeren Frau festzustellen, ob krankhafte genetische Abweichungen beim Kind vorliegen. Es ist somit nun vergleichsweise einfach, Aussagen über eine immer grösserer Anzahl von genetischen Merkmalen des ungeborenen Kindes zu erhalten. Bis anhin waren dafür invasive Untersuchungen erforderlich, die meist nur beim Verdacht auf eine Fehlbildung beim Kind vorgenommen wurden.

Mit einer breiteren Anwendung der neuen Tests und mit der zunehmenden Anzahl von Krankheitsrisiken, die damit untersucht werden können, sind offene Fragen verbunden. Rein technisch ist es möglich, das gesamte Genom eines ungeborenen Kindes zu entschlüsseln. Eine entsprechende Genomanalyse ist seit kurzem auch bei in-vitro-Embryonen für die Präimplantations-Diagnostik (PID) machbar. Die Bedeutung des Themas wird der raschen Fortschritte bei der Genomanalyse wegen weiter zunehmen. Doch welche Tests sind sinnvoll? Wie gehen die Betroffenen mit den Informationen um? Wie wird die Beratung sichergestellt?

Wissenswertes – en savoir plus – per saperne di più – learn more

Zentrale Ethikkommission der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften: Pränatales Screening auf Trisomie 21: Einsatz des Praena-Tests. Stellungnahme (2012)

Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin: Die medizinisch unterstützte Fortpflanzung. Ethische Überlegungen und Vorschläge für die Zukunft. Stellungnahme Nr. 22 (2013)

Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften (D): Auf dem Weg zur perfekten Rationalisierung der Fortpflanzung? Diskussionspapier (2014)

Organisation

Trägerschaft

  • Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS
  • Kommission für Technologie und Innovation KTI
  • Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin NEK
  • Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW

Projektbeauftragte

Leitung: Dr. Susanne Brauer und Dr. Jean-Daniel Strub,  Brauer & Strub │ Medizin Ethik Politik, Zürich

In Zusammenarbeit mit:

  • Dr. Barbara Bleisch, Ethik-Zentrum, Universität Zürich
  • Dr. Christian Bolliger, Büro Vatter AG, Politikforschung & -beratung, Bern
  • Prof. Dr. Andrea Büchler, Rechtswissenschaftliches Institut, Universität Zürich
  • Dr. Isabel Filges, Medizinische Genetik, Universitätsspital Basel
  • Prof Dr. Peter Miny, Medizinische Genetik, Universitätsspital Basel
  • Anna Sax, Tradig GmbH für transdisziplinäre Analysen im Gesundheitswesen, Bern
  • Prof. Dr. Sevgi Tercanli, Ultraschallpraxis Freie Strasse, Basel
  • PD Dr. Markus Zimmermann, Departement für Moraltheologie und Ethik, Universität Fribourg

Begleitgruppe

  • Prof. Dr. med. Giatgen Spinas, Universitätsspital Zürich, Vorsitzender der Begleitgruppe
  • Dr. Hermann Amstad, Generalsekretär Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW), Basel
  • Cristina Benedetti, Expertenkommission für genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMEK), Bern
  • Dr. Mathias Bürgin, Bundesamt für Gesundheit (BAG), Bern
  • Dr. Elisabeth Ehrensperger, Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin (NEK), Bern
  • Prof. Valérie Junod, Faculté de droit, Université de Genève
  • Prof. Christian Kind, Präsident der Zentralen Ethikkommission der SAMW
  • PD Dr. Olav Lapaire, Universitäts-Frauenklinik Basel
  • Dr. h.c. Moritz Leuenberger, Zürich
  • Dr. Fridolin Marty, economiesuisse, Zürich
  • Prof. Frank Mathwig, Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund SEK, Bern, Delegierter der NEK
  • Olga Nikolayeva, Institute of Molecular Life Sciences, Universität Zürich
  • Dr. Manfred Schawaller, Davos Diagnostics AG, Delegierter der Kommission für Technologie und Innovation (KTI)
  • Christa Schönbächler, Insieme Schweiz, Dachorganisation der Elternvereine für Menschen mit einer geistigen Behinderung, Bern
  • Franziska Wirz, Appella, Beratungsstelle Schwangerschaft und Pränataldiagnostik, Zürich

Projektmanagement TA-SWISS

Dr. Adrian Rüegsegger, TA-SWISS (E-Mail)

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