Energie aus dem Innern der Erde 

Tiefengeothermie als Energieträger der Zukunft? Expertenstudie (2012-2014)


Screen-Shot-2017-04-10-at-23.21.26.png

Tiefengeothermie zeigt sich als eine erneuerbare, saubere Energieform mit geringer Umweltbelastung (keine Auswirkungen auf die Biodiversität, geringer ökologischer Fussabdruck). Sie kann ständig Energie bzw. Strom liefern, unabhängig von Sonnenschein, Niederschlägen, Wind und Wetter, und ist eine inländische Quelle, die eine hohe Versorgungssicherheit gewährleistet. 

Petrothermale Systemen stecken allerdings noch in den Kinderschuhen und zeigen einige technologische Herausforderungen auf. So kann die EGS-Technologie Mikroseismizität (Erderschütterungen) verursachen, was für die Akzeptanz problematisch ist. Eine Harmonisierung und eine Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen auf Bundesebene ist auch erforderlich, denn es gibt keine Richtlinien über das Eigentum an geologischen Daten, zudem sind diese Daten oft nur schwer zugänglich. Zudem fehlt zurzeit eine ausführliche Beurteilung der tiefen hydrothermalen und petrothermalen Ressourcen sowie deren Potenziale für Strom- und Wärmegewinnung. Weil der Wissensstand gering ist, sind die finanziellen Risiken noch erheblich, und die EGS-Technologie hat sich bisher nicht auf kommerzieller Ebene entwickelt. Auch die Folgen (Vorteile und Nachteile) der Erschliessung der Tiefengeothermie für die Umwelt sind noch nicht ausreichend untersucht.

Weiterführende LInks

Energeia Nr. 3/ Mai 2012, Newsletter des Bundesamts für Energie BFE zum Thema Geothermie

Bericht des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag TAB (2003): «Möglichkeiten geothermischer Stromerzeugung in Deutschland»

 

Organisation

Trägerschaft

  • Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS
  • Bundesamt für Energie BFE
  • Kommission für Technologie und Innovation KTI
  • Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW 

Projekt-Beauftragte

  • Dr. Stefan Hirschberg, Leiter Labor für Energiesystem-Analysen, Energie-Forschungsbereiche, Paul Scherrer Institut PSI, Villigen
  • Prof. Dr. Stefan Wiemer, Schweiz. Erdbebendienst SED, ETH-Hönggerberg, Zürich
  • Prof. Dr. Dr. h.c Ortwin Renn, Wissenschaftlicher Direktor und Geschäftsführer, Dialogik, Stuttgart, Deutschland 

 Begleitgruppe

  • Dr. Gunter Siddiqi, Bundesamt für Energie BfE, Bern, Vorsitzender der Begleitgruppe
  • Jürg Balmer, Bundesamt für Bevölkerungsschutz – BABS, Bern
  • Willy R. Gehrer, Siemens Schweiz AG, Electrosuisse, Zürich, Delegierter der SATW
  • Dr. Monika Gisler, Unternehmen Geschichte & Entrepreneurial Risks, ETH, Zürich
  • Elmar Grosse Ruse, WWF Schweiz, Zürich
  • Dr. Rolf Hügli, Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW, Zürich
  • Dr. Peter Meier, Geo-Energie Suisse AG, Zürich
  • Thomas Müller, Schweizer Radio DRS, Basel
  • Dr. Kurt Nyffenegger, Sektion Grundwasser & Wasserversorgung, AWEL, Zürich
  • Prof. Dr. Etienne Poltier, Faculté de droit de Lausanne, Université de Lausanne
  • Prof. Katharina Prelicz-Huber, Vpod, Zürich
  • Dr. Berthold Schmidt, Delegierter der KTI, Bern
  • Jörg Uhde, Axpo Power AG | Neue Energien, Glattbrugg
  • Dr. Pascal Vinard, BKW Energie AG
  • Dr. Felix Würsten, Wissenschaftsjournalist, Zürich 
  • Dr. Roland Wyss, GEOTHERMIE.CH, Schweizerische Vereinigung für Geothermie SVG - SSG, Frauenfeld
  • Olivier Zingg, Geo-Energie Suisse AG, Zürich

Projektmanagement TA-SWISS 

Dr. Christina Tobler, TA-SWISS. E-Mail

Publikation bestellen