Projekt «Chancen und Risiken der Elektromobilität in der Schweiz»

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Chancen und Risiken der Elektromobilität in der Schweiz. Studie des Zentrums für Technologiefolgen-Abschätzung, Peter de Haan, Rainer Zah, Zürich, vdf, 260 S.,  CHF 39.--/ EUR 34.--, ISBN 978-3-7281-3487-5 (Buch) / Download open access. vdf Hochschulverlag AG

Einführung

Zersiedelung der Landschaft, überhand nehmende Verkehrsströme und der damit verbundenen Verbrauch natürlicher Ressourcen geben Anlass zur Sorge. Auf den ersten Blick könnten Elektrofahrzeuge dazu beitragen, zumindest den Verbrauch an fossilem Brennstoff und den Ausstoss von CO2 zu mindern. Bei näherer Betrachtung hingegen erweist sich das Konfliktpotenzial der Elektromobilität aber als beträchtlich.

Chancen und Risiken der Elektromobilität
Für einen verstärkten Einsatz von Elektromobilen sprechen verschiedene Argumente: Sie belasten die Umwelt nicht mit Schadstoffen, funktionieren geräuscharm und erhöhen die Unabhängigkeit von Rohstofflieferanten, die sich nicht alle durch politische Zuverlässigkeit auszeichnen.

Probleme wirft Elektromobilität insofern auf, als die Schweiz einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Elektrizität nicht mit erneuerbaren Energiequellen (wie Wasserkraft, Wind- und Solarenergie) zu decken vermag. Die Frage stünde im Raum, ob sie selber neue Kernkraftwerke errichten oder allenfalls Strom aus Kernanlagen im Ausland importieren möchte. Ausserdem ist die Mineralölsteuer die wichtigste Einnahmequelle, um Infrastrukturprojekte für den Strassenverkehr zu finanzieren. Brächen diese Einkünfte ein, zöge dies entweder für die Qualität der Infrastruktur oder für die Finanzierungsinstrumente des Bundes drastische Folgen nach sich.

Wieso eine Studie zu diesem Thema?
Fragen rund um die Ausgestaltung des Verkehrssystems betreffen viele Menschen. Die Konflikthaftigkeit der Thematik ist, wie oben dargelegt, ebenfalls gegeben.

Zielsetzung der Studie
Mit einer Analyse des Lebenszyklus von Elektrofahrzeugen von der Herstellung bis zur Entsorgung werden die ökologischen Folgen erhöhter Elektromobilität für die Schweiz aufgezeigt.

Ferner werden Szenarien entworfen, die es gestatten, mutmassliche Entwicklungen für die nähere und fernere Zukunft (bis 2030) abzuschätzen und die Elektromobilität in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext einzubetten. Damit sollen letztlich Fragen beantwortet werden wie die folgenden:

  • Welchen Mehrverbrauch an Strom hätte eine realistisch eingeschätzte Marktdurchdringung von Elektrofahrzeugen zur Folge?
  • Welche Auswirkungen wären daraus für die Stromproduktion und -vermarktung zu erwarten?
  • Welche Folgen wären für die öffentlichen Finanzen absehbar, wenn die Erlöse aus der Mineralöl-Steuer drastisch / entsprechend der angenommenen Entwicklung des Verkehrsparkes einbrächen?
  • Welche Anpassungen an der Infrastruktur wären erforderlich, damit sich Elektrofahrzeuge durchsetzen könnten?
  • Wo liegen die Chancen und die Risiken der Elektromobilität für Individuen, Gesellschaft und Umwelt?

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Vorgehen

Methode
Die Studie sieht 5 Arbeitspakete vor.

  • Definition und Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes und der Systemgrenzen
  • Entwurf normativer Szenarien
  • Lebenszyklus-Analyse mit der Berechnung der Umweltbelastung je Fahrzeugkilometer
  • Analyse all jener Auswirkungen, die durch die Lebenszyklus-Analyse nicht abgedeckt werden können (gesellschaftliche Auswirkungen,   Kosten, Materialknappheit etc.)
  • Empfehlungen an Entscheidungstragende

Zeitplan
Projektbeginn: Juli 2011| Voraussichtlicher Projektabschluss: Herbst 2012

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Resultate und Downloads

Medienmitteilung vom 21. Januar 2013
Zukunft unter Strom

Studie
Chancen und Risiken der Elektromobilität in der Schweiz

Kurzfassung zur Studie
In die Zukunft stromern. Elektromobilität im Schweizer Verkehrssystem der kommenden Jahrzehnte.

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Veranstaltungen

bei Projektabschluss verfügbar

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Kontakte

Trägerschaft

  • Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS
  • Bundesamt für Energie BFE
  • Bundesamt für Strassen ASTRA
  • Bundesamt für Umwelt BAFU

Beteiligte Personen

TA-SWISS Projekt-Betreuer

  • Dr. Lucienne Rey, TA-SWISS. E-Mail

Projekt-Beauftragte

  • Dr. Rainer Zah, EMPA, Dübendorf, Projektleiter
  • Hans-Jörg Althaus, EMPA, Dübendorf
  • Marcel Gauch, EMPA Dübendorf
  • Denise Fussen, Ernst Basler + Partner AG, Zollikon
  • Frank Bruns, Ernst Basler + Partner AG, Zollikon
  • Peter De Haan, Ernst Basler + Partner AG, Zollikon 

Begleitgruppe

  • Dr. Ruedi Jörg-Fromm, Zürich, TA-SWISS Leitungsausschuss ( Vorsitzender der Begleitgruppe)
  • Heidi Blattmann, Herrliberg, TA-SWISS Leitungsausschuss
  • Christian Bühlmann, Bundesamt für Energie BFE, Ittigen
  • Volker Fröse, Bundesamt für Strassen ASTRA, Bern
  • Lino Guzzella, ETH Zürich, Zürich
  • Dr. Stefan Hirschberg, Paul Scherrer Institut  PSI, Villigen
  • Kurt Hug, Berner Fachhochschule, Vaufflin
  • Christian Jahn, Bundesamt für Strassen ASTRA, Bern
  • Mario Keller, INFRAS, Bern
  • Dieter Kraft, Bosch, Stuttgart
  • Fridolin Stähli, Fachhochschule Nordwestschweiz, Windisch
  • Prof. Dr. Daniel Wachter, Bundesamt für Raumentwicklung ARE , Bern
  • Michael Weber, Bundesamt für Umwelt BAFU, Bern 

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Links

Weiterführende Links

bei Projektabschluss verfügbar 

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Project
Short Title: Electromobility
Long Title: Opportunities and risks of electromobility in Switzerland
Short Description: Many expect that electromobility will make the traffic more eco-friendly: after all electrically powered vehicles expel no pollutants, and they move nearly silently. However, battery construction requires environmentally harmful materials, and many disposal issues are still unresolved. The TA-SWISS study examines how electromobility could fit into the Swiss traffic system and which consequences this could have for environment, society and economy.
Start: 2011
End: 2012
Partner Institutes:
Scope Countries:
Contact Person: Rey, Lucienne
Home Page URL: http://www.ta-swiss.ch/en/projects/mobility-energy-climate/electromobility
Focus: Mobility / Energy / Climate
Project Leader: TA-SWISS
Other Members:

Das Projekt in Kürze

Von der Elektromobilität erwarten viele, dass sie den Verkehr umweltverträglicher machen wird: Schliesslich stossen elektrisch angetriebene Fahrzeuge keine Schadstoffe aus, und sie zirkulieren nahezu lautlos. Indes werden für den Bau der Batterien auch umweltbelastende Stoffe benötigt, und bei der Entsorgung sind viele Probleme noch ungelöst. Die Studie von TA-SWISS untersucht, wie sich die Elektromobilität ins Schweizer Verkehrssystem einfügen könnte und welche Folgen daraus für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu erwarten sind.

Projekt: Juni 2011 - Herbst 2012

Produkte: Schlussbericht und Kurzfassung

Projektleitung: Peter De Haan, Basler und Partner AG 

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Foto: @ koelnmesse