Studie «Verkehrstelematik» (2001-2003)

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Einführung

Was ist Verkehrstelematik?
Verschmelzen Informatik und Telekommunikation miteinander, spricht man von Telematik. In unserem Alltag findet sie mancherorts Verwendung – unter anderem im Verkehr.

Chancen und Risiken der Telemedizin
Die Verkehrstelematik kann dazu beitragen, Engpässe auf Strasse und Schiene wirkungsvoller als bisher zu bewältigen und die Zahl der Verkehrstoten zu senken. Dies allerdings nur wenn die Öffentlichkeit den breiten Einsatz von Verkehrstelematik bejaht und die Verkehrspolitik passende Rahmenbedingungen vorgibt.

Wieso eine TA-SWISS Studie Telemedizin?
Im Strassen- und Schienenverkehr kommt den Informations- und Kommunikations-Technologien eine immer grössere Bedeutung zu: Informationssysteme, Verkehrsmanagement, Road-Pricing, Ticketing. So werden zunehmend Verkehrsteilnehmer/innen mit Verkehrstelematik konfrontiert werden.

Zielsetzungen der Studie

  • Überblick über die Verkehrstelematik und deren Anwendungsfelder bieten
  • Aufzeigen gesellschaftlicher ökonomischer und ökologischer Auswirkungen sowie der technisch-naturwissenschaftlichen, rechtlichne und politischen Aspekte
  • Identifizieren der kritischen Themen und Fragen
  • Aufzeigen des künftigen Handlungsbedarfs und erarbeiten von Empfehlungen für politische und gesellschaftliche Akteure im Bereich der Verkehrstelematik.

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Resultate

Ergebnisse der Studie
Einige verkehrstelematische Anwendungen sind heute in der Schweiz bereits im Einsatz und weitgehend akzeptiert. Dazu gehören etwa Parkleitsysteme in Städten, die Fahrzeuglenker zu freien Parkplätzen weisen. Aber auch Flottenmanagementsysteme, die Leerfahrten auf Strasse und Schiene vermeiden helfen.

Weitere Beispiele sind die Navigationsgeräte, die schon bald zur Standardausrüstung jedes Personenwagens zählen dürften. Andere verkehrstelematische Anwendungen hingegen sind hierzulande noch umstritten. Dazu gehören die elektronischen Fahrkarten, die – obwohl technisch bereits machbar – vor allem aus datenschützerischen Gründen kontrovers beurteilt werden.

Mit der erfolgreichen Einführung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) und dem Tropfenzählersystem am Gotthard hat die Verkehrstelematik auch bei uns in grösserem Umfang Einzug gehalten.

Die heute noch mit Schildern am Strassenrand angezeigten Geschwindigkeitslimiten könnten schon bald technischen Lösungen im Fahrzeug Platz machen, bei denen dem Lenkenden optisch und akustisch signalisiert wird, wenn er zu schnell unterwegs ist. Drastischere Lösungen sehen gar in das Fahrzeug eingebaute Geschwindigkeits- begrenzer vor. Zur Erhöhung der Sicherheit im Strassenverkehr könnten z.B. auch Sensoren in den Fahrzeugen beitragen, welche die Atemluft des Fahrzeuglenkers auf den Alkoholgehalt und die Augen auf deren Müdigkeit hin überprüfen.

Im Schienenverkehr ist die telematische Sicherheitstechnik weit fortgeschritten. Künftig dürften dank genauer Geschwindigkeits-messungen und präziser Positionsbestimmung flexible Zugsabstände eingeführt werden können. Dies würde zu einer weiteren Effizienzsteigerung des Schienenverkehrs beitragen.

Empfehlungen

  • Technisch ist die nachfrageorientierte Lenkung der Verkehrsflüsse machbar. Ob der breite Einsatz der Verkehrstelematik auch gesellschaftlich akzeptiert und politisch durchsetzbar ist, muss die Diskussion in der Öffentlichkeit erst noch zeigen.
  • Die Möglichkeiten der Verkehrstelematik lassen sich insbesondere im Personenverkehr noch weiter ausschöpfen. Dies hat allerdings seinen Preis. Die Verkehrsteilnehmenden müssen im voraus ihre Mobilität planen, den Fahrzeuglenkenden droht eine Entmündigung und die erfassten
    Bewegungsprofile werfen Fragen bezüglich dem Datenschutz auf.
  • Politische Entscheidungstragende und Verkehrsfachleute sind angesichts der rasanten und zum Teil kontroversen technischen Entwicklungen gefordert, die Bevölkerung durch Mitwirkungsverfahren an den Diskussionen über die Zukunft der Mobilität zu beteiligen.
  • Mehr…

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Vorgehen

Methode

  • Literatur- und Internetrecherchen
  • Befragung von Experten

Zeitplan
Projektbeginn: Mai 2001 | Abschluss: Winter 2002/03

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Downloads

TA-SWISS Publikationen

Medieninformation
07.04.03 Verkehrstelematik gegen den Osterstau?

Newsletter
03/2004 Editorial Doris Stump

Kurzfassung
Auf dem Weg zur intelligenten Mobilität

Studie
Mühlethaler, Franz, Arend Michal, Axhausen, Kay, Martens, Sabine, Steierwald, Marcus (2003) Das vernetzte Fahrzeug – Verkehrstelematik für Strasse und Schiene. Arbeitsdokument des Zentrums für Technologiefolgen-Abschätzung, TA-SWISS, Bern.

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Veranstaltungen

Tagung
15.04.03 : Osterstau ohne Ende? Möglichkeiten und Grenzen der Verkehrstelematik
Ort: Museum für Kommunikation, Bern

Unterlagen:

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Kontakte

Trägerschaft
Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS
Bundesamt für Strassen ASTRA

Projekt-Beauftragte

  • Franz Mühlethaler ASIT AG, Bern
  • Michal Arend, Econcept AG, Zürich
  • Kay Axhausen, IVT, ETH Zürich
  • Sabine Mertens , TA-Akademie Stuttgart
  • Marcus Steierwald , TA-Akademie, Stuttgart

Begleitgruppe

  • Yvonne Achermann, Bundesamt für Raumentwicklung (ARE)
  • Dr. Fulvio Caccia, TA-Leitungsausschuss, Präsident der Begleitgruppe
  • Dr .Ueli Haefeli-Waser, Interfakultäre Koordinationsstelle für Allgemeine Ökologie
  • Dr. Emil Kowalski, TA-Leitungsauschuss
  • Fridolin Landolt, Planzer Transport AG
  • Dr. Ruedi Meier, Beratender Ökonom
  • Gerhard Petersen, Bundesamt für Strassen, Abt. Strategie + Forschung
  • Hans-Kaspar Schiesser, Verband öffentlicher Verkehr (VÖV)
  • Caroline Schnellmann, Bundesamt für Verkehr, Sektion Grundlagen
  • Dr. Joachim Scholten, BMW Group
  • Philipp J. Stüssi, Eidgenössischer Datenschutzbeauftragter
  • Jörg Thoma, Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu), Bereich Verkehrstechnik
  • Kosmas Tsiraktsopoulos, Eidgenössischer Datenschutzbeauftragter
  • Erich Willi, SES, Arbeitsgruppe Verkehr
  • Rudolf Zumbühl, Touring Club der Schweiz (TCS), Politik und Wirtschaft

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Project
Short Title: Verkehrstelematik
Long Title: Studie «Verkehrstelematik»
Short Description: Im Strassen- und Schienenverkehr kommt den Informations- und Kommunikations-Technologien eine immer grössere Bedeutung zu: Informationssysteme, Verkehrsmanagement, Road-Pricing, Ticketing. So werden zunehmend Verkehrsteilnehmer/innen mit Verkehrstelematik konfrontiert werden.
Start: 2001
End: 2003
Partner Institutes:
Scope Countries:
Contact Person: Bellucci, Sergio
Home Page URL:
Focus:
Project Leader: TA-SWISS
Other Members:

MobilitaetAuto.jpg

Die Meinungen darüber, was Verkehrstelematik überhaupt bewirken kann, gehen selbst unter Verkehrsfachleuten auseinander.