Neue Anwendungen der DNA-Analyse

Expertenstudie


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In der DNA verborgene Informationen auswerten, das war noch vor kurzem aufwändig, zeitintensiv und teuer. Doch heute sind Gen-Analysen zunehmend verbreitet. Einige Firmen bieten sogenannte „Lifestyle-Gentests“ an. Damit erhalten beispielsweise Menschen einen eigenen genetischen Stammbaum oder ein Ernährungsprogramm, das auf ihre Gene zugeschnitten ist Mit Genanalysen lassen sich auch Aussagen darüber treffen, wie ein unbekannter Mensch aussehen könnte, von dem man nur eine DNA-Spur gefunden hat. Strafverfolger und Polizei erhoffen sich, dereinst Phantombilder aus DNA-Proben erstellen zu können.

Die neuen Anwendungsmöglichkeiten werfen aber auch Fragen auf. Eine DNA-Analyse offenbart sehr persönliche Informationen, nicht nur über einen selbst, sondern womöglich auch über seine Blutsverwandten. Wer soll Zugang haben zu diesen Informationen und wie sollen oder dürfen die Erkenntnisse aus DNA-Analysen genutzt werden?

Diese und weitere Fragen will eine neue Studie im Auftrag von TA-SWISS beantworten. Sie soll aufzeigen, welche Möglichkeiten DNA-Analysen schon jetzt bieten und welche weiteren Einsatzbereiche denkbar sind. Darüber hinaus will TA-SWISS mit der Studie unter anderem den ethischen Aspekt von Erbgut-Analysen beleuchten.

Projektdauer

März 2019 bis Herbst 2020

Organisation

Mitglieder der Begleitgruppe

Dr. Nadine Keller, Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Dr. Adelgunde Kratzer, Institut für Rechtsmedizin, Universität Zürich

Dr. Alice Reichmuth Pfamatter, Datenschutzexpertin, Anwaltsbüro Reichmuth, Fribourg & Einsiedeln

Prof. Reinhard Riedl, Departement Wirtschaft, Berner Fachhochschule, Mitglied TA-SWISS-Leitungsausschuss, Vorsitzender der Begleitgruppe

Prof. Giatgen Spinas, Prof. em. Universitätsspital Zürich, Mitglied TA-SWISS-Leitungsausschuss

Prof. Franziska Sprecher, Institut für Öffentliches Recht, Universität Bern

Prof. Andrea Superti-Furga, Service de médecine génétique, Centre hospitalier universitaire vaudois CHUV

Dr. Guy Vergères, Institut für Lebensmittelwissenschaften, Agroscope, Bern

Prof. Markus Zimmermann, Departement für Moraltheologie und Ethik, Université de Fribourg, Vertreter der Nationalen Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin (NEK)

Mitglieder der Projektgruppe

Institut für Höhere Studien IHS, Wien

Dr. Erich Griessler (Projektleiter), Alexander Lang (Projektkoordinator),
Dr. Johannes Starkbaum, Milena Wuketich

Open Science, Wien

Dr. Brigitte Gschmeidler, Dr. Elena Kinz

Universität Luzern

Prof. Malte Gruber, Dr. Vagias Karavas

Projektmanagement TA-SWISS

 Dr. Adrian Rüegsegger, TA-SWISS (E-Mail)

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