Studie «Telemedizin» (2003-2004)

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Einführung

Was ist Telemedizin?
Telemedizin ist medizinische Behandlung über Distanz. Daten und Informationen werden nicht im persönlichen Kontakt, sondern über elektronische Medien ausgetauscht.

Chancen und Risiken der Telemedizin
Telemedizin kann zur Steigerung von Qualität und Effizienz bei medizinischen Behandlungen beitragen. Dabei entsteht jedoch die Gefahr einer 2-Klassen-Medizin, denn nicht alle Patienten sind über elektronische Medien erreichbar. Im Weiteren bleibt fraglich, ob bei der Anwendung von Telemedizin die Wirtschaftlichkeit und der Datenschutz gewährleistet sind.

Wieso eine TA-SWISS Studie Telemedizin?
Neue Therapien und steigende Gesundheitskosten sind im Tagesgespräch. Anhand der Telemedizin könnten die neusten Kommunikations-Technologien zur Senkung der Gesundheitskosten führen.

Zielsetzungen der Studie

  • Übersicht über aktuelle Verbreitung telemedizinischer Anwendungen in der Schweiz erstellen
  • Zukünftige Entwicklung der Telemedizin vorhersagen
  • Einfluss der Telemedizin auf die Struktur des Gesundheitswesens, Ärzte und Patienten evaluieren
  • Akzeptanz ausgewählter telemedizinischer Anwendungen bei den Hauptbetroffenen klären und kontroverse Argumente aufzeigen
  • Chancen und Risiken in medizinischer, sozialer, ethischer, ökonomischer und rechtlicher Hinsicht erkennen
  • Empfehlungen in erster Linie an Politikerinnen und Politiker, an zweiter Stelle an weitere interessierte Zielgruppen formulieren

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Resultate

Ergebnisse der Studie
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Telemedizin zu einer besseren Qualität und effizienteren Behandlungen führt. Dies wirkt sich positiv auf die Zufriedenheit von Patienten und Fachleuten im Gesundheitswesen aus.

Mit der Telemedizin können unnötige Arztbesuche vermindert werden, was zu einer Kostensenkung führt. Fraglich bleibt aber, ob der einfache Zugang zu medizinischen Dienstleistungen über Internet nicht zu übermässigen Konsultationen und somit zu einem Kostenanstieg führt.

Empfehlungen

  • Bessere Koordination der Einzelprojekte
  • Effizientere Nutzung der Ressourcen im Bereich Telemedizin
  • Frühzeitiger und umfassender Einbezug der gesellschaftlichen Anliegen in die weitere Entwicklung
  • Information der breiten Bevölkerung über die weitere Entwicklung
  • Ausbau des Aus- und Weiterbildungsangebots für das medizinische Personal
  • Klären der Frage, wer Telemedizin unter welchen Bedingungen praktizieren darf und welche telemedizinischen Leistungen sich für die Aufnahme in den Leistungskatalog der obligatorischen Krankenversicherung eignen
  • Das Einhalten des Datenschutzes muss gewährleistet werden
  • Mehr…

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Vorgehen

Methode

  • Literatur- und Internetrecherchen
  • Befragung von 14 Experten zur Ausgangslage und zu den Entwicklungsszenarien
  • Vertiefung in die gesellschaftlichen Auswirkungen am Beispiel eines Pilotspitals
  • Ausarbeitung von Chancen und Risiken der Telemedizin

Zeitplan
Projektbeginn: März 2003 | Abschluss: März 2004

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Downloads

Medieninformation
19.10.04 Telemedizin – Die Chancen nutzen
18.12.03 Telemedizin ist unterwegs

Parlamentarier Information
13.06.05 Gesundheitspolitik Telemedizin: Chancen nutzen

Newsletter
03/2004 Editorial Doris Stump

Kurzfassung
Heilung aus Distanz: Chancen und Risiken der Telemedizin (2004)

Studie
Telemedizin. Studie des Zentrums für Technologiefolgen-Abschätzung, TA 49/2004, Anne Eckhardt, Alois Keel, Andreas Schönenberger, Franz Buffon, Martin Oberholzer , Bern, 2004.

Zum Thema erschienen

  • SAMW, SATW (Hg.) «Télémédecine/Telemedizin CH», 2002
  • TA-SWISS (Hg.) «Gesundheitsportale im Internet. Veränderungen im Gesundheitssystem durch das Internet und durch medizinische Call-Center», (TA-DT 32/2002)
  • TA-SWISS (Hg.) «Computerbasierte Patientendossiers. Chancen und Risiken», 2000 (TA-36/2000)

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Veranstaltungen

Tagungen
01.07.05 Telemedizin - unpersönlicher, billiger, besser!? Universitätsspital Basel Programm

  • Referat Dr. Katrin Schneeberger, TA-SWISS, Bern
  • Referat Alois Keel, Basler & Hoffmann, Zürich
  • Referat und Text Dr. Markus Zimmermann-Acklin, Universität Luzern
  • Referat Prof. Dr. Robert Sader, Prof. Dr. Hans-Florian Zeilhofer, UHBS

02.11.04 Die Zukunft unseres Gesundheitssystems? Université Lausanne Programm

Table ronde:

  • Modération : Alain Kaufmann, directeur de l'Interface Sciences-société, Université de Lausanne
  • Referat Dr. Yves Guisan, médecin, Conseiller national du canton de Vaud, membre de la Commission de la commission de la sécurité sociale et de la santé publique (CSSS), auteur du postulat «carnet de santé»
  • Referat Géraldine Savaray, Conseillère nationale du canton de Vaud, membre de la Commission de la science, de l’éducation et de la culture (CSEC)
  • Dr Bertrand Kiefer, médecin, rédacteur en chef de la revue «Médecine et Hygiène»
  • Referat Dr. Ignazio Cassis, médecin cantonal du Tessin, responsable du projet «Rete Sanitaria»
  • Referat Pia Ernst, secrétaire générale, Association suisse de patients (SPO)
  • Compte rendu de la table ronde

Parlamentarier/innen Lunch
31.05.05 Telemedizin: Möglichkeiten, Grenzen und Handlungsbedarf

Workshop
10.11.04 Telemedizin und computerbasierte Patientendossiers: Was trägt „eHealth“ zur Gesundheit bei? http://www.nationalegesundheit.ch/main/Show$Id=1610.htm

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Kontakte

Trägerschaft

  • Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS
  • Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW)
  • Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW)

Beteiligte Personen

TA-SWISS Projekt-Betreuerin

  • Dr. Katrin Schneeberger, TA-SWISS

Projekt-Beauftragte

  • Dr. Anne Eckhardt , Basler&Hofmann Ingenieure und Planer AG, Zürich
  • Andreas Schönenberger , Basler&Hofmann Ingenieure und Planer AG, Zürich
  • Alois Keel , Basler&Hofmann Ingenieure und Planer AG, Zürich
  • Prof. Dr. Martin Oberholzer , Universität Basel, Institut für Pathologie, Basel
  • Franz Buffon , Kantonsspital Basel, Zentraler Dienst Informatik, Basel

Begleitgruppe

  • Dr. Doris Stump , Nationalrätin, TA-SWISS Leitungsausschuss, Wettingen (Präsidentin der Begleitgruppe)
  • Dr. Bruno Baeriswyl , Datenschutzbeauftragter Kanton Zürich, Zürich
  • Dr. med. Martin Denz , FMH Swiss Medical Association, Medical Informatics/ eHealthcare, Bern
  • Pascal Fleury , Journalist La Liberté, Fribourg
  • Prof. Dr. Antoine Geissbühler , Hôpital universitaire de Genève, Division d'informatique médicale (DIM), Genf
  • Ursula Gröbly , Stiftung Schweizerische Patientenorganisation (SPO), Zürich
  • Prof. (em.) Albert Kündig , TA-SWISS Leitungsausschuss
  • PD Dr. Katharina Meyer , Gesundheitsobservatorium, Neuenburg
  • Lucien Portenier , Schweizer Berufsverband der Krankenschwestern und Krankenpfleger (SBK), Bern
  • Dr. Michel Roulet , Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique (csem), Neuenburg, und Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW)
  • Dr. Eberhard Scheuer , Universitätsspital Zürich, Geschäftsstelle eHealth, Zürich
  • Prof. Dr. Thomas Schwarb , Fachhochschule Solothurn/Nordwestschweiz, Institut für interdisziplinäre Wirtschafts- und Sozialforschung (IWS), Olten
  • Prof. (em.) Werner Stauffacher , Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW), Basel
  • Dr. Markus Zimmermann-Acklin , Institut für Sozialethik (ISE) der Universität Luzern, Luzern

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Links

Weiterführende Links

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Project
Short Title: Telemedizin
Long Title: Telemedizin
Short Description: Neue Therapien und steigende Gesundheitskosten sind im Tagesgespräch. Anhand der Telemedizin könnten die neusten Kommunikations-Technologien zur Senkung der Gesundheitskosten führen.
Start: 2003
End: 2004
Partner Institutes:
Scope Countries:
Contact Person: Bellucci, Sergio
Home Page URL: http://www.ta-swiss.ch/telemedizin
Focus:
Project Leader: TA-SWISS
Other Members:

Telemedizin.jpg

Unpersönlicher, billiger, besser?

Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien beschleunigt vieles - auch die Abläufe in der Medizin.