SurPRISE (2012-2015)

Surveillance, Privacy and Security: A large scale participatory assessment of criteria and factors determining acceptability and acceptance of security technologies in Europe


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SurPRISE ist ein europäisches Projekt, welches zum Ziel hat, die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger bezüglich Sicherheit zu ermitteln und gleichzeitig zu eruieren, bis zu welchem Grad und unter welchen Bedingungen die Bürgerinnen und Bürger Eingriffe in ihre Privatsphäre zu Gunsten des Einsatzes von Überwachungstechnologien in Kauf nehmen. Während Politik und Wissenschaft der Ansicht zu sein scheinen, dass erhöhte Sicherheit auf Kosten der Grundrechte zumutbar ist, ergründet SurPRISE, inwiefern die Bürgerinnen und Bürger diese Auffassung teilen und ob weitere Faktoren – zum Beispiel kultureller oder sozialer Art – diese Frage beeinflussen. Am Projekt beteiligt sind elf Partner aus der akademischen Welt und dem Technology Assessment. Im Rahmen dieses Projektes hat TA-SWISS 2013 in der Schweiz eine Bürgerbefragung durchgeführt. Identische Befragungen fanden in gleichzeitig auch in den übrigen an SurPRISE beteiligten europäischen Ländern statt.

Chancen und Risiken der Überwachungstechnologien

Die Überwachungstechnologien entwickeln sich stetig. Kleinkriminalität, Terrorismus, Internetkriminalität und Steuerbetrug können dank immer leistungsfähigeren Überwachungstechnologien bekämpft werden. Die Fortschritte in Informatik, Erkennung und Biometrie ermöglichen Technologien, welche die Grenzen der Kriminalitätsbekämpfung immer weiter zurück drängen. Aber diese Technologien können auch die Privatsphäre  des Einzelnen gefährden – umso mehr, als dass sie präventiv auf alle angewendet werden. Die Regierungen müssen daher versuchen, ein Gleichgewicht zwischen den legitimen Bedürfnisse der Gesellschaft und dem Recht des Einzelnen auf Privatsphäre  zu finden. Dies bedingt eine komplexe Interessensabwägung, bei der zahlreiche Faktoren mitspielen.

Weshalb  nimmt  TA-SWISS am Projekt «SurPRISE» teil?

In der Schweiz werden die Überwachungstechnologien und infolgedessen auch der Schutz der Privatsphäre heftig diskutiert. Besonders aktuell sind Diskussionen rund um die von immer mehr öffentlichen und privaten Organisationen eingesetzte Videoüberwachung. Die Einführung des biometrischen Passes hat ebenfalls Anlass zu Debatten gegeben und die internationale Dimension von Sicherheitsfragen aufgezeigt. Schliesslich verunsichert auch die Cyberkriminalität und die Netzwerküberwachung entwickelt sich zu einem Schlüsselelement der nationalen Sicherheit.

Weiterführende Links

EU-Projekt SurPRISE

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Projektbeschreibung

Publikationen inkl. alle Länderberichte

Videos:

Smart CCTV

Deep Packet Inspection

Smart Location Tracking

Organisation

Projektkoordination

Institut für Technologiefolgen-Abschätzung-ITA. Johan Cas

Europäische Partnerorganisationen

Projektmanagement bei TA-SWISS

  • Dr. Danielle Bütschi, TA-SWISS, Projektverantwortliche
  • Dr. Sergio Bellucci, TA-SWISS
  • Dilini-Sylvie Jeanneret, TA-SWISS

Beirat

  • Dr. Bruno Baeriswyl, Datenschutzbeauftragter des Kantons Zürich TA-SWISS-Leitungsausschuss.
  • Dr. Sami Coll, Institut für Soziologie, Universität Genf.
  • Dr. Francisco Klauser, Geografie Institut, Universität Neuenburg.
  • Prof. Katharina Prelicz-Huber, Präsidentin Vpod, TA-SWISS- Leitungsausschuss, Zürich.
  • Philipp Stüssi, Eidgenössischer Datenschutzbeauftragter, Bern.

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