«SoKuTA Sozial- und kulturwissenschaftlich orientierte Technologiefolgen-Abschätzung» (2004-2005)

Es sind die Menschen, welche die Technologie entwickeln, beherrschen und über ihren Einsatz entscheiden.

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Einführung

Was bedeutet SoKuTA?
SoKuTA steht für «sozial- und kulturwissenschaftlich ausgerichtete Technologiefolgen-Abschätzung».

Wieso eine TA-SWISS Studie zu sozial- und kulturwissenschaftlich ausgerichteter TA?
Technologiefolgen-Abschätzung werden Technologien als «neutraler» Gegenstand thematisiert, ohne den sozio-kulturellen Kontext zu berücksichtigen. Zudem beschäftigt sie sich ausschliesslich mit «naturwissenschaftlichen» Technologien, verstanden als Massnahmen, Einrichtungen und Verfahren, die dazu dienen, naturwissenschaftliche Erkenntnisse praktisch nutzbar zu machen.

Zielsetzungen der Studie
Im Projekt soll geklärt werden, welche inhaltlichen Auswirkungen der systematische Einbezug der geistes- und sozialwissenschaftlichen Perspektive auf den Untersuchungsgegenstand der Technologiefolgen-Abschätzung hat. Von besonderem Interesse sind dabei die Auswirkungen, die vom Einbezug des sozio-kulturellen Kontextes einerseits und von Sozialtechnologien bzw. Sozialinnovationen andererseits ausgehen:

  • Mit dem sozio-kulturellen Kontext (social shaping; co-construction) soll im Rahmen soziologischer, geschichtlicher, ökonomischer sowie kommunikativer und normativer Fragestellungen der Gesellschaftsabhängigkeit und Kontextgebundenheit von Technologien Rechnung getragen werden.
  • Mit Sozialtechnologien (social engineering) bzw. Sozialinnovationen sollen jene «Technologien» einer Folgenabschätzung unterzogen werden, die - analog dem naturwissenschaftlichen Wissen - das sozial- und kulturwissenschaftliche Wissen zur Lösung konkreter praktischer Fragestellungen der Gesellschaft nutzbar zu machen versuchen.

Während der Einbezug des sozio-kulturellen Kontextes auf eine Verbesserung und Systematisierung des bisherigen «Tätigkeitsfeldes» der Technologiefolgen-Abschätzung abzielt, kommt die Berücksichtigung von Sozialtechnologien einer Erweiterung des bisherigen «Tätigkeitsfeldes» gleich.

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Resultate

Ergebnisse der Studie
Sowohl bei partizipativen Projekten wie auch bei Studien empfehlen die Autorinnen in Zukunft verstärkt den Ausgangspunkt in sozialen Bereichen zu wählen wie etwa der Arbeitswelt (z.B. Verwaltung), dem Alltag (z.B. Senioren) und der Innovation (z.B. Wirtschaft). Dadurch wird der sozialkulturellle Kontext bereits bei der Themen-wahl und Ausschreibung explizit mitberücksichtigt.

Eine Sozialtechnologie-Folgenabschätzung stellt ein eigentliches Novum dar. An keinem der von den Autorinnen betrachteten Institute im Ausland wird bisher etwas ähnliches durchgeführt. Aus diesem Grund empfehlen sie in einem ersten Schritt zunächst noch konzeptuelle Vorarbeit zu leisten, bevor dann in einem zweiten Schritt einzelne Sozialtechnologien ausgewählt werden können. Für eine TA-Studie würden sich laut den Verfasserinnen folgende Themen anbieten: New Public Management in der öffentlichen Verwaltung, Coaching von Führungskräften in Unternehmen oder bürgerschaftlichen Engagement als neues Model gemeinwohlorientierter Tätigkeit.

Empfehlungen

  • Um eine sozial- und kulturwissenschaftlich fundierte Technologiefolgen-Abschätzung aufzubauen, legen die Verfasserinnen den TA-SWISS Verantwortlichen eine umfangreiche Liste mit Ansatzpunkten vor. Folgt man diesen Vorschlägen, so ergibt sich daraus eine neue Perspektive auf die Technik. Neben den Folgen von Technologien tauchen neu die sozialen und kulturellen Bedingungen für das Hervorbringen, die Akzeptanz und die Anwendung dieser Technologien im Blickfeld auf. Diese Perspektive geht von einer Technikentwicklung aus, die als sozialer Prozess verstanden werden kann.

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Vorgehen

Methode

  • Literaturstudie

Zeitplan
Projektbeginn: 2004 | Abschluss: Ende 2005

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Downloads

Medieninformation
19.04.06 TA-SWISS erweitert seinen Blick (PDF 37 KB)

Newsletter
01/2006 Editorial Markus Zürcher
04/2005 Editorial Emil Kowalski

Studie
TA-SWISS erweitert seinen Blick (PDF 37 KB) Sozial- und kulturwissenschaftlich ausgerichtete Technologiefolgen-Abschätzung. Arbeitsdokument des Zentrums für Technologiefolgen-Abschätzung, TA-DT36/2006
Sabine Maasen, Martina Merz, Bern, 2006

TA-SWISS élargit ses perspectives. Evaluation des choix technologiques orientée vers les sciences humaines et sociales. Document de travail du Centre d'évaluation des choix technologiques, TA-DT38/2006, Sabine Maasen, Martina Merz, Berne, 2006

TA-SWISS Broadens its Perspective. Technology Assessment with a Social and Cultural Sciences Orientation. Working paper of the Centre for Technology Assessment, TA-DT37/2006, Sabine Maasen, Martina Merz, Bern, 2006

Zum Thema erschienen
derzeit noch nicht verfügbar

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Veranstaltungen

EASST 2006, Lausanne
24.08.2006 «New Perspectives for Technology Assessment», Session anlässlich der Konferenz der European Association for the Study of Science and Technology.

Tagung mit Workshops
21.04.2006 «TA-SWISS weitet seinen Blick», Neuchâtel. Vorstellung und Diskussion des SoKuTA-Berichts. Co-Organisation: TA-SWISS, SAGW
Programm (PDF 384 KB)

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Kontakte

Trägerschaft

  • Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS
  • Schweizerischen Akademie für Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)

Projekt-Beauftragte

  • Prof. Dr. Sabine Maasen, Wissenschaftsforschung und Wissenschaftssoziologie, Universität Basel
  • Dr. Martina Merz, «Observatoire Science, Politique, Société» der Universität Lausanne und «Technology and Society Laboratory», Empa St. Gallen

Begleitgruppe

  • Dr. Rosmarie Waldner, TA-SWISS Leitungsausschuss (Präsidentin der Begleitgruppe)
  • Bernhard Nievergelt, Stab SWTR, TA-SWISS Leitungsausschuss
  • Prof. Dr. Beat Sitter-Liver, TA-SWISS Leitungsausschuss
  • Alain Kaufmann, Imedia – Interface Sciences Médecine et Société, Université de Lausanne
  • Prof. Dr. Heinz Gutscher, Sozialpsychologie, Universität Zürich
  • Prof. Dr. Balz Engler, Englisches Seminar, Universität Basel
  • Dr. Emil Kowalski, TA-SWISS Leitungsausschuss
  • Dr. Markus Zürcher, Generalsekretär SAGW

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Links

Weiterführende Links

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Project
Short Title: SoKuTA
Long Title: SoKuTA Sozial- und kulturwissenschaftlich orientierte Technologiefolgen-Abschätzung
Short Description: Untersucht wird, wie sich das systematische Einbeziehen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Perspektive auf Technologiefolgen-Abschätzung auswirkt. Von besonderem Interesse sind dabei die Auswirkungen, die vom Einbezug des sozio-kulturellen Kontextes einerseits und von Sozialtechnologien bzw. Sozialinnovationen andererseits ausgehen.
Start: 2004
End: 2006
Partner Institutes:
Scope Countries:
Contact Person: Bellucci, Sergio
Home Page URL: http://www.ta-swiss.ch/sokuta/
Focus:
Project Leader: TA-SWISS
Other Members:

Das Projekt in Kürze

Untersucht wird, wie sich das systematische Einbeziehen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Perspektive auf Technologiefolgen-Abschätzung auswirkt. Von besonderem Interesse sind dabei die Auswirkungen, die vom Einbezug des sozio-kulturellen Kontextes einerseits und von Sozialtechnologien bzw. Sozialinnovationen andererseits ausgehen.

Grundlagenbericht TA-SWISS erweitert seinen Blick (2006)

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