Neue TA-SWISS Projekte

 

Ausschreibung einer Technology Assessment Studie

«Genome Editing»

Mit den Methoden des Genome Editing können Gensequenzen gezielt verändert, entfernt oder neue Bau- steine präzise ins Erbgut eingebracht werden. Die erst seit wenigen Jahren verfügbare Technik CRISPR- Cas9 erlaubt es, solche Änderungen mit vergleichsweise kleinem Aufwand und hoher Präzision durchzufüh- ren – bei Bakterien, Pflanzen, sowie Tieren und Menschen. In der Forschung wird diese neue Schneide- technik für das Erbgutmolekül bereits rege benutzt und weckt grosse Erwartungen. Bei Pflanzen gibt es erste praktische Anwendungen und offene Fragen in Bezug auf die Regulierung. In der Medizin gelangen Vorhaben, die bisher nur beschränkt oder nicht praxistauglich waren wie die somatische Gentherapie oder die Xenotransplantation in den Bereich des Möglichen. Zudem wurde die Diskussion um Eingriffe in die Keimbahn neu lanciert.

In der interdisziplinären Studie sollen Chancen und Risiken des «Genome Editing» abgeschätzt wer- den. Der Untersuchungsgegenstand der Studie umfasst die Bereiche Medizin, Biotechnologie und Landwirt- schaft. Im Sinne einer Auslegeordnung soll aufgezeigt werden, welche Anwendungen es schon gibt, an welchen geforscht wird und welche künftigen Einsatzbereiche absehbar sind. Themen, die sich dabei als kontrovers und für den schweizerischen Kontext besonderes relevant erweisen, sollen vertieft analysiert werden. 

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