Projekt «Future ageing: Teleassistenz und Altern in der Zukunft»

Einführung

Das Durchschnittsalter der Schweizer Bevölkerung erhöht sich aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der sinkenden Geburtenrate stetig. Dies stellt uns vor grosse Herausforderungen: Die alternde Bevölkerung benötigt immer mehr Gesundheitsdienstleistungen, gleichzeitig fehlen für deren Erbringung aber zunehmend die Arbeitskräfte. Der Einsatz von Technologien könnte daher bei der Betreuung und Versorgung älterer Menschen zukünftig an Bedeutung gewinnen.

Doch wie können wir neue Technologien in der Pflege am besten einsetzen? Was ist akzeptabel, was könnte zu Widerstand der Nutzerinnen und Nutzer führen? Und vor welche Entscheidungen wird die Politik dabei gestellt? Mit solchen Fragen befasst sich das europäische PACITA-Projekt «Future ageing: Teleassistenz und Altern in der Zukunft», an dem sich TA-SWISS beteiligt. Dabei sollen die sozialen und technologischen Herausforderungen und Chancen auf der nationalen und europäischen Ebene für eine alternde Gesellschaft thematisiert und diskutiert werden.

Das Ziel des Projekts ist es, mittels eines Stakeholder-Workshops wünschenswerte Visionen zu entwickeln, wie die zukünftige Versorgung älterer pflegebedürftiger Menschen in Europa organisiert sein könnte und welche politischen Massnahmen zu ihrer Umsetzung notwendig wären. Diese Visionen beruhen auf den verschiedenen Sichtweisen der Stakeholder und können ethische, soziale und/oder gesetzliche Herausforderungen behandeln, die während des Workshops identifiziert wurden.

Dabei sollen auch Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Europa bezüglich der Erwartungen erarbeitet und Präferenzen für bestimmte Technologien und unterschiedliche Haltungen in Bezug auf gewisse Herausforderungen erfasst werden. Die gewonnenen Erkenntnisse leisten damit einen wichtigen Beitrag zur wissensbasierten Politikberatung in Europa und in der Schweiz.

Vorgehen

Methode Szenario-Workshop:
Im Rahmen eines Workshops setzen sich verschiedene Interessensvertreterinnen und -vertreter mit unterschiedlichen Szenarien auseinander, die mögliche Alternativen zukünftiger Entwicklungen darstellen. Die Szenario-Workshop-Methode soll dabei Diskussionen über die Zukunft anregen und politische Alternativen in verschiedenen Kontexten aufzeigen.
Die Szenario-Workshops werden in neun europäischen Ländern (Dänemark, Tschechische Republik, Ungarn, Spanien, Norwegen, Belgien, Schweiz, Österreich und Bulgarien) durchgeführt. In den Workshops aller teilnehmenden Länder werden dieselben Szenarien verwendet.
Stakeholder:
Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesen Szenario-Workshops sind sogenannte Stakeholder – also Akteure, die auch zukünftig eine wichtige Rolle in der Versorgung älterer pflegebedürftiger Menschen spielen werden. Das sind Interessenvertreterinnen und -vertreter von älteren Menschen und ihren Angehörigen, Menschen, die im Gesundheitswesen, in Industrie, Forschung und Entwicklung arbeiten, oder Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Politik und von Freiwilligenorganisationen. Die Beteiligung von Stakeholdern erlaubt es, politische Entscheidungen robuster und sozial akzeptabler zu gestalten. Des Weiteren können die Stakeholder auf diesem Weg Prozesse und gesellschaftsrelevante Entscheidungen mitbestimmen, was deren Umsetzung und Implementierung erleichtert.

Veranstaltungen

Future ageing: Teleassistenz und Altern in der Zukunft
TA-SWISS lädt ca. 30 Stakeholder in der Schweiz zu einem Szenario-Workshop ein. Es geht darum, wünschenswerte Visionen zu entwickeln, wie die zukünftige Versorgung älterer pflegebedürftiger Menschen organisiert sein könnte.

Der Szenario-Workshop findet statt am Mittwoch, 30. April 2014, von 9 bis 16 Uhr in Bern.

Institutionen, die sich am Projekt beteiligen

  • Teknologiradet - The Norwegian Board of Technologie (NBT), Norwegen
  • Teknologiradet - The Danish Board of Technology (DBT), Dänemark
  • Oesterreichische Akademie der Wissenschaften (OEAW)
  • Institut für Technologiefolgen-Abschätzung (ITA), Oesterreich
  • Applied Research and Communications Fund (Bulgarien)
  • Catalan Institution Foundation for Research Support (Katalanien, Spanien)
  • Swiss Centre for Technology Assessment TA-SWISS (Schweiz)
  • Laboratoire Spiral, Universität Lüttich (Wallonien, Belgien)
  • Technology Centre ASCR (Tschechische Republik)
  • University College Cork (Irland)
  • Hungarian Academy of Sciences (Ungarn)

Kontakte

Projektkoordination:

Teknologiraadet – Norwegian Board of Technology (Norwegen)

Projekt-Beteiligte bei TA-SWISS:

Links

Weiterführende Links
Webseite des Projekts:
http://www.pacitaproject.eu und
http://wp6.pacitaproject.eu