Blockchain: Vom Bitcoin zur dezentralisierten Demokratie

Expertenstudie

Die Blockchain-Technologie hat die Entwicklung des Bitcoin und anderer Kryptowährungen ermöglicht. Seit ihrem Aufkommen um das Jahr 2009 erleben diese Währungen einen konstanten Aufschwung; ihre wirtschaftliche Bedeutung ist signifikant. Durch die stetige Weiterentwicklung der Technologie können diese «Blockketten» heute mit sogenannten «Smart Contracts», intelligenten Verträgen, versehen werden. So werden die zentralen Instanzen zwischen Kunden und Leistungserbringern überflüssig und ausgeschaltet; an ihre Stelle treten neue Wirtschaftsparadigmen. DieBlockchains dürften in absehbarer Zeit Dienstleistungen in den Bereichen des E-Government und der elektronischen Stimmabgabe ermöglichen, was zu einer transparenteren, dezentralisierten Demokratie beitragen könnte.

Die interdisziplinäre TA-SWISS-Studie soll die Chancen und Risiken der Blockchain-Technologie analysieren. Sie untersucht die Rolle von Blockchains in der Schweiz und beleuchtet wirtschaftliche, technologische, rechtliche und politische Aspekte. Die Studie soll letzlich die Grundlage für ein besseres Verständnis dieser Technologie schaffen und als Diskussionsbasis für Entscheidungsträger, namentlich in der Politik, dienen.

Organisation

Projektdauer

April 2017 bis voraussichtlich Juni 2018

Projektbeauftragte

Leitung:

  • Nils Braun-Dubler, MPhil (Oxon), Institut für Wirtschaftsstudien Base – IWSB

Projektgruppe

  • Nils Braun-Dubler, MPhil (Oxon), Institut für Wirtschaftsstudien Base – IWSB
  • Hans-Peter Gier, lic. oec. HSG, Banking Concepts
  • Stefan Meyer, Dr. rer. pol., IWSB
  • Manuel Langhart, MA, IWSB
  • Markus Gmünder, Dr. rer. pol., IWSB
  • Andreas Glarner, Dr. iur. und LL.M., MME

Begleitgruppe

  • Olivier Glassey, UNIL, Membre du comité directeur de TA-SWISS et président du groupe d’accompagnement
  • Christian Cachin, IBM Research
  • Hannes Gassert, crstl Gmbh
  • Uwe Heck, Informatiksteuerungsorgan des Bundes
  • Luzius Meisser, Meisser Economics
  • Marine Pasquier-Beaud, Office fédéral de l‘Energie
  • Fabian Schnell, Avenir Suisse
  • Antoine Verdon, SwissLegalTech.ch
  • Pierre-Edouard Wahl, Crédit Suisse, Finance
  • Anja Wyden Guelpa, Chancelière d’Etat du Canton de Genève
  • Daniel Zürcher, Office fédéral de l‘Environnement (OFEV)

Projektmanagement TA-SWISS

  • Dr. Catherine Pugin, TA-SWISS (E-Mail)

Das Projekt in Kürze

Als Auslöserin des seit 2009 anhaltenden Aufschwungs der virtuellen Währungen gilt die Blockchain-Technologie in gewissen Kreisen als die bedeutendste Revolution seit der Erfindung des Internets. Heute wird sie zur Erstellung intelligenter Verträge eingesetzt, sogenannter «Smart Contracts». Da somit zentrale Instanzen wie beispielsweise Banken überflüssig werden, stehen wir vor einem Paradigmenwechsel. In absehbarer Zeit könnte die Blockchain-Technologie auch für gewisse staatliche Dienstleistungen und das E-Government genutzt werden, namentlich die elektronische Stimmabgabe. Die Studie von TA-SWISS soll eine Grundlage für das Verständnis dieser Technologie schaffen und als Diskussionsbasis dienen.