Studie «Quantified Self – Schnittstelle zwischen Lifestyle und Medizin» 

Preiswerte Sensoren in tragbaren Geräten und eine immer grössere Anzahl von Smartphone-Applikationen zum Thema Gesundheit machen es möglich: Die ständige Überwachung des Körpers. «Quantified Self», die Quantifizierung des Lebens durch Messung, Übertragung und Auswertung von Daten zu Körperfunktionen, passt gut ins Konzept von «Big Data» in der Medizin.

Aus der Datenfülle sollen Erkenntnisse gewonnen werden für die Früherkennung von Krankheiten und die Optimierung von Therapien, zudem sollen die Daten auch Aufschluss geben darüber, welche Faktoren einer guten Gesundheit förderlich sind. Doch der Umgang mit gesundheitsrelevanten Daten ist heikel und sollte hohen Anforderungen des Datenschutzes genügen.

Die interdisziplinäre Studie untersucht die Chancen und Risiken vor allem bei den im Lifestyle-Bereich verbreiteten «Self-Tracking»-Anwendungen. Von besonderem Interesse sind dabei die Schnittstellen zu medizinisch relevanten Fragen sowie die Bedeutung für «Big Data» in der Medizin. Die Studie zeigt auf, welche Geräte und Dienstleistungen es schon gibt, welche künftigen Einsatzbereiche absehbar sind sind und welche gesellschaftlichen, ethischen, rechtlichen und ökonomischen Fragen mit solchen Anwendungen verbunden sind.

Projektdauer:

Beginn April 2016, Abschluss Herbst 2017

Produkte: 

Bei Projektabschluss verfügbar

Projektbeauftragte

Leitung: Prof. Dr. Heidrun Becker, Departement Gesundheit, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)

Projektmanagement TA-SWISS

Projektbetreuung: Dr. Adrian Rüegsegger, TA-SWISS (E-Mail)

Begleitgruppe und Projektteam

Trägerschaft:

  • TA-SWISS
  • Bundesamt für Gesundheit BAG
  • Koordinationsorgan Bund-Kantone «eHealth Suisse»
  • Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin NEK

 Mehr zur Studie und zum Thema

 Hintergrundmaterial:

Fragestellung der Studie

Veranstaltung Big Data – Big Health:

Mit technologiegetriebenen gesellschaftlichn Entwicklungen setzt sich auch Ludwig Zeller, Dozent am Institut für Experimentelle Design- und Medienkulturen HGK FHNW in Basel, auseinander. Die spekulativen Szenarien, die er zusammen mit Bernd Hopfengärnter entwickelt hat, waren Teil der Ausstellung «Poetics and Politics of Data», die im Sommer 2015 im Haus der elektronischen Künste (HeK) Basel stattgefunden hat. Diese Szenarien erzählen Geschichten über die möglichen Zukunftsfolgen von Big Data.

Ausschnitte aus diesen Zukunftsvisualisierungen bildeten die Grundlage für eine von TA-SWISS zusammen mit dem HeK und dem Institut für Experimentelle Design- und Medienkulturen HGK FHNW organisierte Podiumsdiskussion über die wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Chancen und Risiken der Datenexplosion im Gesundheitsbereich.

Das Kooperationsprojekt Poetics and Politics of Data wurde von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia im Rahmen des Schwerpunkts «Digitale Kultur» unterstützt.

Das Projekt in Kürze

«Quantified Self» bezeichnet die Messung von körperlichen Aktivitäten wie zurückgelegten Schritten sowie Körperfunktionen wie Puls, Atemfrequenz und Blutdruck durch einfache tgarbare Geräte. Ursprüngich vor allem ein Hilfsmittel für Menschen, die ihr sportiches Training optimieren wollen, sind entsprechende Anwednungen zunehmend als Smartphone-Applikationen verfügbar. Sie werden verbreitet genutzt – vor allem mit der Absicht, Anhaltspunkte über die Gesundheit oder mögliche Krankheitsrisiken zu erhalten. Die TA-SWISS-Studie untersucht die derzeitigen Möglichkeiten von «Quantified Self»und ordnet die damit vebundenen Folgen ein.