Nanotechnologie im Bereich der Lebensmittel

Expertenstudie (2009)


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Chancen und Risiken der Nanotechnologie im Bereich der Lebensmittel 

Populäre Medien berichten auch schon über «Nanofood», wobei einerseits Produktbeispiele und futuristische Szena­rien für die Ernährung präsentiert werden, andererseits von unabsehbaren Risiken die Rede ist. Als Nutzen werden etwa gesundheitsfördernde Zusatzstoffe genannt, auch von längerer Haltbarkeit oder neuen Geschmacksvarianten ist die Rede. Bei den Risiken wird auf die noch zu wenig abgeklärten Auswirkungen der neuartigen Substanzen auf die Gesundheit hingewiesen. In diesem Zusammenhang gibt es Bedenken bei der Bevölkerung, wie die von TA-SWISS im Jahr 2006 durchgeführten publifocus-Veranstaltungen gezeigt haben.

Wieso eine TA-SWISS-Studie zu diesem Thema? 

Fachpersonen aus dem Bereich der Lebensmittelwissenschaften fin­den, dass die Nanotechnologie bei Lebensmitteln in der Praxis derzeit noch kaum zum Einsatz komme, in der Grundlagenforschung jedoch von Bedeutung sei. Die Industrie erforscht entsprechende Möglichkeiten bereits mit grossem Aufwand. Eine Abklärung des Themas drängt sich deshalb auf, bevor allfällige Produkte breit vermarktet werden. Denn die Bevölkerung reagiert sehr sensibel auf die Art und Weise, wie Lebensmittel hergestellt werden. Dies hat die Debatte zur Gentechnik ganz deutlich gezeigt. Eine frühezeitige, fundierte Auseinandersetzung mit der Nanotechnologie im Bereich der Ernährung soll einer sachlichen Diskussion dienen.

Medieninformation
Schöner, frischer, gesünder − dank Nano-Verpackungen und Nano-Zusatzstoffen?

Medienspiegel
«Nano» auf dem Teller und in der Flasche, Neue Zürcher Zeitung, 24.01.2009
Nanoteilchen in Lebensmitteln sind ungenügend reglementiert, Tages Anzeiger, 24.01.2009
Keine Deklaration für Nano-Lebensmittel, Der Bund, 24.01.2009
Des nanotechnologies dans nos assiettes, Le Temps, 24.01.2009

Podcast
28.01.2009: Les nanoparticules, Radio Suisse Romande

Organisation

Trägerschaft

  • Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS
  • Bundesamt für Landwirtschaft BLW
  • Kommission für Technologie und Innovation KTI

Projektbeauftragte

  • Dr. Ulrike Eberle, Öko-Institut e.V. – Institut für Angewandte Ökologie, Freiburg i.Br., Deutschland
  • Martin Möller, Öko-Institut e.V. – Institut für Angewandte Ökologie, Freiburg i.Br., Deutschland

Begleitgruppe

  • Prof. Dr. Ueli Aebi, Modul-Leiter «Nanobiologie», Swiss Nanosciences Institute, Basel
  • Dr. Andreas Bachmann, Philosoph, Ethik im Diskurs GmbH, Zürich
  • Dr. Michael Beer, Abteilung Lebensmittelsicherheit, Bundesamt für Gesundheit (BAG), Bern
  • Natalie Bougeard, Wissenschaftsjournalistin, L’Hébdo, Lausanne
  • PD Dr. Béatrice J. Conde-Petit, Corporate Development Bühler Management AG, Uzwil
  • Dr. Lutz End, R&D Formulation Nutrition, Fine Chemical Division, BASF AG, Ludwigshafen, Deutschland
  • Ruth Genner, Lebensmittelingenieurin; Präsidentin der Grünen Partei
  • Peter Gubser, Marketing Services, Migros - Genossenschaftsbund, Zürich
  • Dr. Beat Hodler, Föderation der Schweizerischen Nahrungsmittelindustrie (FIAL), Bern
  • Alain Kaufmann, Verantwortlicher Nanopublic, Interface Sciences-Société, Universität Lausanne
  • Prof. Dr. Harald Krug, Abteilungsleiter «Materials-Biology Interactions», EMPA, St. Gallen
  • Dr. Markus Lötscher, Bundesamt für Landwirtschaft BLW, Bern  
  • Dr. Thomas H. Meier, Stiftung für Konsumentenschutz (SKS), Bern 
  • Prof. Dr. Peter Schurtenberger, Departement Physik der Universität Fribourg, Center for Nanomaterials
  • Dr. Christoph Studer, Abteilung Stoffe, Boden, Biotechnologie, Bundesamt für Umwelt (BAFU), Bern
  • Prof. Dr. Jakob Tanner, Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Zürich
  • Prof. Dr. Erich Windhab, Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften, ETH Zürich

Projektmanagement TA-SWISS

  • Dr. Adrian Rüegsegger, TA-SWISS

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