Personalisierte Medizin

Expertenstudie (2012-2014)


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Chancen und Risiken der Personalisierten Medizin 

Eines der wichtigs­ten angekündigten Anwendungsfelder der Personalisierten Medizin ist die Prävention. Hierbei ist auch der Kreis der Anwenderinnen und Anwender am grössten – denn jede/r dürfte Träger/in von Erb­faktoren sein, die im Zusammenhang mit erhöhten Krankheitsrisiken stehen. In denjenigen Fäl­len, bei welchen Betroffene durch geeignete Massnahmen den Verlauf einer Krankheit günstig beeinflus­sen kön­nen, ist die Kenntnis der Krankheitsrisiken sicher nützlich. Andererseits gibt es offene Fragen: Wie aussagekräftig sind die derzeit angebotenen Tests auf Krankheitsrisiken? Wie werden die Ergeb­nisse den Betroffenen mitgeteilt, so dass diese ihr Verhalten in geeigneter Weise ändern können? Wer hat Zugang zu den Testergebnissen?

Warum eine TA-SWISS-Studie zu diesem Thema?

Die Genomanalyse erlaubt stets weiter reichende Aussagen über Krankheitsursachen und -risiken. Bereits gibt es Anbieter, die für wenige Hundert US- Dollar «Gentests für Jedermann» durchführen. Die Bedeutung des Themas wird wegen der raschen Fortschritte bei der Genomanalyse noch zunehmen. Ob die Personen, die ihre DNA untersuchen lassen, durch solche Tests jedoch nützliche Informationen erhalten, wird kontrovers beurteilt. Zudem gibt es  Bestrebungen, das Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen zu überarbeiten. 

Medienmitteilung vom 28. März 2014
, Medizin für mich, Medizin für dich

Weiterführende Links

Bericht des European Academies Science Advisory Councils EASAC und der Federation of European Academies od Medicine FEAM (2012): «Direct-to-consumer genetic testing for health-related purposes in the European Union»

Bericht des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag TAB (2008): «Individualisierte Medizin und Gesundheitssystem»

Medizin für dich und mich: Was wir von einer personalisierten Medizin erwarten dürfen.
Von der Paulus Akademie in Zürich organisiertes Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Theodor Dingermann, Pharmazeut, Universität Frankfurt a.M.,
Prof. Dr. Sabina Gallati, Genetikerin, Universität Bern, Marco Meier, Philosoph und Leiter des Lasalle-Instituts, Bad Schönbrunn und Prof. Dr. Brigitte Tag, Rechtswissenschaftlerin, Universität Zürich (Podcast)

Organisation

Trägerschaft

  • Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS
  • Bundesamt für Gesundheit BAG
  • Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW
  • Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin NEK

Projekt-Beauftragte

  • Dr. Anne Eckhardt (Projektleiterin), risicare GmbH, Zollikerberg
  • Michèle Marti, risicare GmbH, Zollikerberg
  • Dr. Alexander Navarini, Departement Dermatologie, Universitätsspital Zürich
  • Alecs Recher, Rechtswissenschaftliche Fakultät, Universität Luzern
  • Prof. Dr. Klaus-Peter Rippe, Ethik im Diskurs GmbH, Zürich
  • Prof. Dr. Bernhard Rütsche, Rechtswissenschaftliche Fakultät, Universität Luzern
  • Dr. Harry Telser, Polynomics AG, Olten

Begleitgruppe

  • Prof. Dr. Giatgen Spinas, Universitätsspital Zürich, Vorsitzender der Begleitgruppe
  • Dr. Hermann Amstad, Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW, Basel
  • Cristina Benedetti, Expertenkommission für genetische Untersuchungen beim Menschen GUMEK, Bern
  • Prof. Dr. Sven Bergmann, Computational Biology, Universität Lausanne
  • Heidi Blattmann, Wissenschaftsjournalistin, Herrliberg
  • Prof. Dr. Verena Briner, Kantonsspital Luzern
  • Dr. Matthias Bürgin, Bundesamt für Gesundheit, Bern
  • Prof. Dr. Daniel Gygax, Life Sciences, Fachhochschule Nordwestschweiz, Muttenz
  • Pius Gyger, Helsana Krankenversicherung, Zürich
  • Dr. Bertrand Kiefer, Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin NEK
  • Dr. med. Pedro Koch, Senior Health Consultant, Küsnacht
  • Prof. Dr. Donald Kossmann, Institut für Informatiossysteme, ETH Zürich
  • Prof. Dr. Sabine Maasen, Programm für Wissenschaftsforschung, Universität Basel
  • Thomas Müller, Redaktor Schweizer Radio SRF, Bern
  • Prof. Dr. Andreas Papassotiropoulos, Abteilung Molekulare Neurowissenschaften, Universität Basel
  • Dr. Simone Romagnoli, Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin NEK
  • Dr. Heiner Sandmeier, Interpharma, Basel
  • Prof. Dr. Brigitte Tag, Rechtswissenschaftliches Institut, Universität Zürich
  • Dr. Effy Vayena, Institut für Biomedizinische Ethik, Universität Zürich

Projektmanagement TA-SWISS 

Dr. Adrian Rüegsegger, TA-SWISS E-mail

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