Studie «Ortungstechnologien»

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Lokalisiert und identifiziert. Wie Ortungstechnologien unser Leben verändern. Studie des Zentrums für Technologiefolgen-Abschätzung. Lorenz Hilty, Britta Oertel, Michaela Wölk, Kurt Pärli, Zürich, vdf, 249 S. CHF 39.-/.--/ EUR 32.--, ISBN 978-3-7281-3460-8 (Buch) / Download open access ISBN 978-3-7281-3477-6 / DOI 10.3218/3477-6 
vdf Hochschulverlag AG

Das Projekt

Was versteht man unter Ortungstechnologien?
Ortungstechnologien ist die Bezeichnung für verschiedene Technologien, mit Hilfe derer sich Personen oder Objekte im Raum lokalisieren lassen. Zu diesen Technologien gehören u. a. die satellitengestützte Positionsbestimmung, die Videoüberwachung oder die Auswertung von drahtlosen telefonischen oder digitalen Übertragungen.

Chancen und Risiken der Ortungstechnologien
Ortungstechnologien bereichern unser Leben mit zahlreichen nützlichen Anwendungen. Im Strassenverkehr beispielsweise helfen Navigationsgeräte den Verkehrsteilnehmern, sich einfacher fortzubewegen und ermöglichen es den Unternehmen, ihre logistischen Abläufe zu verbessern. Ausserdem erweisen sich Geolokalisierungssysteme bei der Suche nach Unfallopfern als sehr wertvoll, insbesondere in den Bergen. Trotz zahlreicher Vorteile werfen die Ortungstechnologien ethische und juristische Fragen auf, vor allem in Bezug auf den Schutz der Privatsphäre.

Warum eine TA-SWISS Studie zu diesem Thema?
Der Einsatz von Ortungstechnologien nimmt täglich zu. Verschiedene Anwendungen mit Ortungstechnologien haben den Vorteil einer raschen Geopositionierung. Gleichzeitig lösen sie aber auch unterschiedliche kontroverse Diskussionen aus, wie zum Beispiel wegen der Gefährdung der Privatsphäre oder eines möglichen Missbrauchs. Zurzeit sind diese Anwendungen, die in der Schweiz und im Ausland bereits eingesetzt werden, Gegenstand von zahlreichen Debatten.

Zielsetzungen der Studie
In dieser interdisziplinären Studie sollen Chancen und Risiken der Ortungstechnologien für Wirtschaft, Arbeitswelt und Freizeit abgeschätzt werden. Die folgenden Fragen werden erörtert:

  • Welche Ortungstechnologien stehen derzeit zur Verfügung – in der Schweiz und im Ausland?
  • Welche Entwicklungen sind mittelfristig zu erwarten?
  • Bergen die Ortungstechnologien Konfliktpotenzial? Welche Konflikte könnten sich ergeben?
  • Welches sind die Hauptakteure im Bereich Ortungstechnologien und welches sind ihre Beweggründe?
  • Welcher gesetzliche Rahmen regelt die Anwendung der verschiedenen Ortungstechnologien?
  • Welche wirtschaftlichen Interessen und Auswirkungen sind mit den Ortungstechnologien verbunden?
  • Welche Entwicklungen im Bereich Ortungstechnologien sind aus Sicht der Bevölkerung wünschenswert?

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Vorgehen

Methode
Zuerst soll mit Hilfe einer Analyse von aktuellen Forschungsergebnissen eine Übersicht über die bereits heute verfügbaren Ortungstechnologien erstellt werden. Diese Analyse soll ebenfalls potenzielle Konfliktpunkte aufzeigen. Zur Vervollständigung der Daten werden Fachpersonen beigezogen.
Auf Grund der Resultate dieser Analyse und eines vordefinierten Kriterienkatalogs werden zwei bis drei Anwendungsbereiche ausgewählt, die genauer untersucht werden sollen. Die verschiedenen Akteure und ihre Beweggründe sowie der Kontext, in dem sich die Anwendungen entwickeln, werden untersucht. Schliesslich werden für die ausgewählten Bereiche Szenarien mit einem Zeithorizont bis 2020 aufgestellt.
Die verschiedenen Szenarien werden anschliessend in mehreren Fokusgruppen diskutiert. Ziel dieser Diskussionen ist festzustellen, wie die Bürgerinnen und Bürger die möglichen Entwicklungen beurteilen. Erscheinen sie ihnen wünschenswert? Unter welchen Bedingungen sind sie bereit, diese neuen Technologien anzunehmen?
Schliesslich wird im Rahmen dieser Studie ein Massnahmenkatalog ausgearbeitet, um einerseits möglichst stark von den Vorteilen der Ortungstechnologien profitieren zu können, andererseits um deren Risiken zu begrenzen.

Zeitplan
Projektbeginn: Juli 2010 | Projektende: Ende 2011

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Resultate und Downloads

Medieninformation
Wo bin ich? Medienmitteilung vom 19. Juni 202

Studie
Lokalisiert und identifiziert. Wie Ortungstechnologien unser Leben verändern

Kurzfassung
Geographische Wegmarken in der Cyberwelt. Ortungstechnologien als Herausforderung für eine offene Gesellschaft 

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Vidéo en français

Veranstaltungen

bei Projektabschluss verfügbar

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Kontakt

Trägerschaft

  • Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS
  • Bundesamt für Statistik BFS
  • Bundesamt für Strassen ASTRA
  • Bundesamt für Landestopografie swisstopo

Beteiligte Personen

TA-SWISS Projekt-Betreuer

  • Dr. Sergio Bellucci, TA-SWISS E-mail
  • Nadia Ben Zbir, TA-SWISS

Projekt-Beauftragte

  • Prof. Lorenz Hilty, EMPA, St-Gall (Projektleiter)
  • Barbara Debus, Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung GmbH, Berlin
  • Britta Oertel, Institut für Zukunftstudien und Technologiebewertung GmbH, Berlin
  • Michaela Wölk, Institut für Zukunftstudien und Technologiebewertung GmbH, Berlin
  • Prof. Dr. Kurt Pärli, ZHAW, School of Management and Law, Winterthur

Begleitgruppe

  • Dr. Bruno Baeriswyl, Datenschutzbeauftragter des Kantons Zürich TA-SWISS-Leitungsausschuss (Präsident der Begleitgruppe)
  • Florence Bettschart, Fédération Romande des Consommateurs (FRC), Lausanne
  • Alain Buogo, Bundesamt für Landestopografie swisstopo, Wabern
  • Dr. Christine Giger, Giger GeoIT, Embrach
  • Prof. Dr. Gudela Grote, EPF Zürich, Arbeits- und Organisationspsychologie, Zürich
  • Dr. Jessica Heesen, Albert-Ludwig-Universität, Freiburg
  • Rainer Humbel, Bundesamt für Statistik, Neuchâtel
  • Thomas Kallweit, FELA Management AG, Diessenhofen
  • Dr. Francisco Klauser, Institut Vermessung und Geoinformation, Geografie Institut, Universität Neuenburg
  • Michael Kocheisen, Swisscom Innovation Competence Center, Swisscom (Schweiz) AG,  Bern
  • Ulrich Lattmann, Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften, Zürich
  • Urs Luther, Bundesamt für Strassen ASTRA, Bern
  • Franziska Meister, Die Wochenzeitung, Zürich
  • Cyrill Osterwalder, Google, Zürich
  • Hans Kaspar Schiesser, Verband öffentlicher Verkehr, Bern
  • Philipp Stüssi, Eidgenössischer Datenschutzbeauftragter, Bern
  • Prof. Dr. Rolf H. Weber, Zentrum für Informations- und Kommunikationsrecht, Universität Zürich, Zürich
  • Dr. Franz Zeller, Bundesamt für Kommunikation BAKOM, Biel

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Links

Tagesgespräch TeleBärn 19.6.2012: Projektleiter Prof. Lorenz Hilty gibt Auskunft über die TA-SWISS-Studie zu den Ortungstechnologien.

Radio DRS, 19.6.2012: Ortungssysteme: Fluch und Segen

Téléjournal RTS, 19.6.2012: Une action politique réclamée contre les données de localisation

 



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Project
Short Title: Localisations Technologies
Long Title: Study Localisation Technologies
Short Description: Enhanced spatial trading, transport optimisation, help for victims: the benefits offered by localisation technologies are many and varied. The use of private geo-data for marketing purposes, or for monitoring individuals, on the other hand, is more controversial. With this new study, TA-SWISS aims to shed some light on the benefits that may derive from localisation technologies for the economy and for society, and to identify possible ethical, legal or social problems that they might engender.
Start: 2010
End: 2012
Partner Institutes:
Scope Countries:
Contact Person: Bellucci, Sergio
Home Page URL:
Focus:
Project Leader: TA-SWISS
Other Members:

Das Projekt in Kürze

Vereinfachte Lokalisierung im Raum, Optimierungen im Transportbereich, Unfallhilfe. Ortungstechnologien bieten zahlreiche Vorteile. Die Verwendung von privaten Geodaten zu Marketing- oder Überwachungszwecken ist hingegen ein stärker umstrittenes Thema. Mit dieser neuen Studie beabsichtigt TA-SWISS, die Vorteile der Ortungstechnologien für die Wirtschaft und die Gesellschaft aufzuzeigen und auf mögliche ethische, juristische oder gesellschaftliche Probleme hinzuweisen, die sich daraus ergeben könnten.

Projekt: Juli 2010 - 2012

Produkte: Schlussbericht und Kurzfassung

Projektleitung: Prof. Dr. Lorenz Hilty, EMPA, St-Gallen

 

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