Roboter, Empathie und Emotionen

rock-n-roll-monkey-681546-unsplash.jpg

Das Konzept des Begleitroboters als Familienmitglied, das Emotionen vorgaukelt, ist nicht neu. Schon seit vielen Jahren widmen sich Kino, Fernsehen und Bücher dieser Thematik. Bis anhin war auch klar, dass es sich dabei um Science-Fiction handelt. Doch ist diese Sichtweise noch aktuell? Die Roboter von heute haben die Gestalt von Menschen oder Tieren, sind unterhaltsam und «niedlich» und halten Einzug in unsere vier Wände, Schulen, Spitäler und sogar in unsere Betten. Dank künstlicher Intelligenz können sie ausserdem unsere Stimmung und unsere Emotionen analysieren und entsprechend darauf reagieren. Diese potenzielle Vermenschlichung führt dazu, dass wir sie als «vertrauenswürdig» erachten. Doch Roboter sind und bleiben Maschinen; ihre vermeintliche Empathie ist zumindest heute nicht mehr als ein schlauer Werbeschachzug. Welchen Einfluss haben Roboter aber tatsächlich auf unsere Gesellschaft und auf die Personen, die mit ihnen interagieren? Sind Roboter vielleicht eher Spitzel als Vertraute? Wer steckt dahinter? Wem bringen sie mehr: den Nutzerinnen und Nutzern oder den Herstellern, welche die erfassten Daten verwerten? Was erwarten wir von diesen Maschinen beziehungsweise was dürfen wir effektiv von ihnen erwarten? Zahlreiche soziologische, psychologische, wirtschaftliche, philosophische und rechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem gegenwärtigen und künftigen Einsatz und Potenzial der Roboter sind noch offen.

Ordinare la pubblicazione