«EPTA Project on ICT & Privacy»

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Einführung

Was bedeutet ICT& Privacy?
ICT ist die englische Abkürzung für Informations- und Kommunikationstechnologien. Privacy (Privatsphäre) steht für das Recht auf Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung. Beide Themen sind untrennbar miteinander verknüpft.

Weshalb ist ICT & Privacy ein Thema?
Mehr denn je werden heutzutage unsere Aktivitäten durch elektronische Mittel unterstützt oder ausgeführt. Es gibt viele Situationen, in welchen Individuen Datenspuren hinterlassen: am Arbeitsplatz, beim Einkauf, beim Bezug von Dienstleistungen z.B. per e-government, bei Behandlungen im Spital, bei Spielen etc.

Chancen und Risiken der ICT & Privacy
Technologische Entwicklungen in ICT und damit zusammenhängende Datensammlungen bringen viel Gutes mit sich, wie z.B. eine grössere Sicherheit, Zugang zu Dienstleistungen, Integration und soziale Interaktion. Sie öffnen auch vielversprechende Perspektiven in e-health, e-government und e-commerce. Innovationen der ICT-Branche bergen aber auch eine grosse Gefahr, die Privatsphäre von Individuen zu verletzen. Neben diesen technologischen Herausforderungen existieren auch sozioökonomische und politische Entwicklungen, welche den Abbau der Privatsphäre ebenfalls steigern.

Wieso ein europäisches TA Projekt zu ICT & Privacy ?
Privacy ist ein Thema, das in liberalen und demokratischen Staaten an Wichtigkeit gewinnt, das auf europäischer Ebene angesprochen werden muss. Viele Institutionen, die Mitglieder des European Parliamentary Technology Assessment Network (EPTA Network) haben in diesem Bereich bereits Arbeit geleistet und geben auf verschiedene Weisen Inputs. Die Resultate der verschiedenen nationalen Projekte werden in internationaler Zusammenarbeit zusammengetragen und stellen so einen Mehrwert dar; das Endresultat ist auf diese Weise nämlich allgemeingültiger als die Summe der einzelnen Studien.

Zielsetzungen der Studie
Das Hauptziel der Studie besteht darin, die Gesetzgeber auf europäischem und nationalem Level zu erreichen; die Unterbreitung von verschiedenen Ansatzpunkten soll sie nämlich bei der Auseinandersetzung mit dem herausfordernden Thema Privacy unterstützen. Die Studie fasst die Ergebnisse von mehr als 20 Projekten zusammen, die von EPTA-Partnern durchgeführt wurden. Als Endprodukt soll ein Szenario entstehen, wie die Zukunft von Europa in 20 Jahren aussehen wird, wenn die Regierung, Gesetz, Organisationen und Technik den Bürgerinnen und Bürgern die ICT-Privatsphäre garantieren.

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Resultate

Ergebnisse der Studie
Kurzfristige Vorteile aus dem Einsatz neuer Technologien könnten, ohne Gegenmassnahmen, negative langfristige Effekte für die Privatsphäre haben. Verschiedene Interessen wie Sicherheit, Zugang zu Dienstleistungen, Komfort oder kommerzielle Anwendungen müssen beim Thema Privacy gegeneinander abgewogen werden. Es gilt über das Mass an Eigenverantwortung, das jeder/jede Einzelne beim Schutz der eigenen Privatsphäre übernehmen kann und soll, zu entscheiden. Dies ist letztlich eine politische Frage.

«Obschon vielen Nutzern vielleicht bekannt ist, wieviele persönliche Informationen sie im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien offenlegen, kann von ihnen nicht erwartet werden, dass die langfristigen Folgen ermessen können», sagt Tore Tennoe, Vertreter der EPTA-Gruppe.
«Aus diesem Grund» fordert Sergio Bellucci, Leiter von TA-SWISS, «brauchen wir eine stärkere Sensibilisierung der Anwender von elektronischen Dienstleistungen rund um das Thema Privacy. Tragfähige Lösungen müssen in einer breiten gesellschaftlichen Debatte entwickelt werden.»

Mehr…

Empfehlungen

  • Beim Erheben von Personendaten ist der Grundsatz «So wenig wie möglich, nur soviel wie nötig» anzuwenden.
  • Unabhängige Aufsichtsstellen für Überwachungsssyteme sind wichtig.
  • Bürgerinnen sollten transparenten Zugang zu den über sie gespeicherten Daten erhalten.
  • Die Datenschutzstellen sind mit ausreichend Kompetenzen und Ressourcen auszustatten.
  • Weitere Empfehlungen…

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Vorgehen

Methode
Die Studie fasst die Ergebnisse von mehr als 20 Projekten zusammen, welche durch EPTA-Partner realisiert wurden. Die Synthese ist auf der Basis in folgende fünf Bereiche strukturiert:

  • Privacy vs. Sicherheit
  • Privacy vs. Zugang
  • Privacy vs. soziale Interaktion
  • Privacy vs. Bequemlichkeit
  • Privacy vs. wirtschaftlichen Gewinn

Zudem beinhaltet die Studie zwei grosse Bereiche, die von öffentlichem Interessen sind, da der Nutzen von ICTs im Konflikt mit dem Schutz der Privatsphäre steht: e-government und e-health. Zur Durchführung der Studie wurden Experten für einen Workshop nach Koppenhagen eingeladen (Dezember 2005) um Empfehlungen auszuarbeiten, die auf ihren eigenen Erfahrungen und der Synthese des Projekts basieren.

Zeitplan
Projektbeginn: März 2004 | Abschluss: Oktober 2006

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Downloads

Medieninformation
13.11.2006 «Privacy»: Eigenverantwortung ermöglichen und fördern. Ergebnisse des EPTA Berichts «ICT and Privacy».

Artikel
Peissl, W., 2005, ICT and Privacy – das erste gemeinsame EPTA-Projekt, Technikfolgen-Abschätzung – Theorie und Praxis 14 (2), 88-91

Studie
ICT and Privacy in Europe: Experiences from technology assessment of ICT and Privacy in seven different European countries. Final report by the European Parliamentary Technology Assessment network (EPTA), October 2006

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Veranstaltungen

Tagungen

12.12.06 Parlamentarier/innen-Anlass und Medieninformation

  • «Privacy» – Politische Herausforderung in der Schweiz und in Europa

17./18.10.05 EPTA-Jahresversammlung und -Rat, Brüssel

26.10. 04 Presentation des Joint EPTA-Projekts für den EPTA-Rat, Paris

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Kontakte

Projektpartner

Beteiligte Personen

TA-SWISS Projekt-Betreuerin

  • Dr. Danielle Bütschi , TA-SWISS, E-mail

EPTA Projekt-Koordinatoren

  • Lars Kluver, Danish Board of Technology
  • Tore Tennøe, Norwegian Board of Technology
  • Walter Peissl, ITA

Projektteam

  • Johan Càs, ITA
  • Robby Deboelpaep, Flemish Institute for Science and Technology Assessment viWTA
  • Christine Hafskjold, Norwegian Board of Technology
  • Ida Leisner, Danish Board of Technology
  • Chandrika Nath, POST
  • Janus Sandsgaard, Danish Board of Technology
  • Stef Steyaert, Flemish Institute for Science and Technology Assessment viWTA
  • Rinie van Est, Rathenau Institute

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Links

Weiterführende Links

  • http://www.eptanetwork.org/EPTA/projects.php?pid=65
    Das EPTA-Netzwerk wurde 1990 unter dem Patronat des Präsidenten des Europa-Parlaments gegründet. Zu den Mitgliedern gehören TA-Einrichtungen aus 16 Ländern, die auf nationaler Ebene politikberatend tätig sind.

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Project
Short Title: ICT & Privacy
Long Title: EPTA Project on ICT & Privacy
Short Description: Das Hauptziel der Studie besteht darin, die Gesetzgeber auf europäischem und nationalem Level zu erreichen; die Unterbreitung von verschiedenen Ansatzpunkten soll sie nämlich bei der Auseinandersetzung mit dem herausfordernden Thema Privacy unterstützen. Die Studie fasst die Ergebnisse von mehr als 20 Projekten zusammen, die von EPTA-Partnern durchgeführt wurden. Als Endprodukt soll ein Szenario entstehen, wie die Zukunft von Europa in 20 Jahren aussehen wird, wenn die Regierung, Gesetz, Organisationen und Technik den Bürgerinnen und Bürgern die ICT-Privatsphäre garantieren.
Start: 2004
End: 2006
Partner Institutes: DBT
NBT
OeAW ITA
Scope Countries:
Contact Person: Bütschi, Danielle
Home Page URL: http://www.ta-swiss.ch/ict-privacy/
Focus:
Project Leader: TA-SWISS
Other Members:

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