Human Enhancement

Expertenstudie (2009-2012)


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Chancen und Risiken des Human Enhancements

Solange es darum geht, Krankheiten zu heilen oder die Gesundheit zu erhalten, sind entsprechende Massnahmen im Sinne einer Therapie oder als Prävention akzeptiert. Die Medikamente, die dazu verwendet werden, sind in ihrer Wirksamkeit erprobt. Anders sieht es aus, wenn Medikamente oder andere Wirkstoffe dazu eingesetzt werden, um die Leistungsfähigkeit von gesunden Menschen zu steigern: Dies ist umstritten. Zwar bestehen grosse Erwartungen im Hinblick auf künftige Anwendungen. Doch gibt es zurzeit noch kaum verlässliche Angaben dazu, inwiefern Human Enhancement durch Medikamente oder andere Substanzen bei gesunden Menschen überhaupt wirkt. Zudem besteht die Gefahr von Nebenwirkungen und ein gewisses Suchtpotenzial bei der unkontrollierten Einnahme von solchen Substanzen.

Wieso eine TA-SWISS-Studie zu diesem Thema? 

Das Interesse am Human Enhancement ist gross, wie die Präsenz des Themas in den Medien und die Nachfrage nach entsprechenden Produkten zeigt. Doch deren Wirksamkeit ist bisher bei gesunden Menschen nur in experimentellen, oft extremen Situationen nachgewiesen worden. Auf Grund des aktuellen Stands der Forschung soll abgeschätzt werden, ob es schon heute Anwendungen gibt, die auch im Alltag einen Nutzen haben, welche Risiken damit verbunden sind und was in diesem Zusammenhang für die Zukunft erwartet werden kann-

Wissenswertes – pour en savoir plus – saperne di più – learn more

Thorsten Galert: Das optimierte Gehirn
Technologiefolgenabschätzung – Theorie und Praxis, Vol. 19, Nr. 1, April 2010, S. 67-70
http://www.itas.fzk.de/tatup/101/gale10a.pdf

Katrin Gerlinger: Gendoping – Fiktion oder Realität?
TAB-Brief Nr. 36, Dezember 2009, S. 16-17
http://www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/tab-brief/TAB-Brief-036.pdf 

Arnold Sauter: Pharmazeutisches Gehirntuning
Technologiefolgenabschätzung – Theorie und Praxis, Vol. 18, Nr. 3, Dezember 2009, S. 97-99
http://www.itas.fzk.de/tatup/093/saut09b.pdf

Steffen Rosahl: Mehr als normal – verstehen wir die Enhancement-Debatte?
Technologiefolgenabschätzung – Theorie und Praxis, Vol. 18, Nr. 2, September 2009, S. 13-20
http://www.itas.fzk.de/tatup/092/rosa09a.pdf  

Arnold Sauter: Leistungsfähiger durch Medikamente?
TAB-Brief Nr. 35, Juni 2009; S. 28-31
http://www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/tab-brief/TAB-Brief-035.pdf

Organisation

Trägerschaft

  • Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS
  • Bundesamt für Gesundheit BAG
  • Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin NEK
  • Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW
  • Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW

Projekt-Beauftragte

  • Dr. Anne Eckhardt, risicare GmbH, Zürich (Projektleiterin)
  • Michèle Marti, risicare GmbH, Zürich
  • Dr. Juliane Neuss Münzel, risicare GmbH, Zürich

Begleitgruppe

  • Prof. Dr. Oreste Ghisalba, Ghisalba Life Sciences GmbH, Reinach; TA-SWISS Leitungsausschuss (Vorsitzender der Begleitgruppe)
  • Prof. Dr. Nikola Biller-Andorno, Institut für Biomedizinische Ethik, Universität Zürich
  • Nadja Birbaumer, Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW, Bern
  • Dr. Martin Büechi, Leiter Sektion Grundlagen, Bundesamt für Gesundheit BAG, Bern
  • Rita Bürgi, Swiss Olympic Association, Ittigen
  • Prof. Dr. Jacques Diezi, Pharmacologie et toxicologie, Université de Lausanne
  • Prof. Dr. Sabine Maasen, Leiterin Programm für Wissenschaftsforschung, Universität Basel; TA-SWISS Leitungsausschuss
  • Dr. Beat Ochnser, Generaldirektor Sympany Gruppe, Basel
  • Prof. Dr. Francesco Panese, Instititut des sciences sociales, Université de Lausanne
  • Michelle Salathé, Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW, Basel
  • Jean-Félix Savary, Groupement romand d’étude des addictions GREA, Yverdon-les-Bains
  • Dr. Dominik Schwarb, Abteilung Arbeitsmedizin, Suva, Luzern
  • Prof. Dr. Giatgen Spinas, Direktor Klinik für Endokrinologie und Diabetologie, Universitätsspital Zürich; TA-SWISS Leitungsausschuss
  • Dr. Jean-Daniel Strub, Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin NEK, Bern

Projektmanagement TA-SWISS

Dr. Adrian Rüegsegger, TA-SWISS, E-Mail

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