Studie «Anti-Aging Medizin - Mythos und Chancen»

«Alter ist gestaltbar. Pflegeabhängigkeit ist nicht einfach Schicksal.»
Nationalrätin Bea Heim

Einführung | Vorgehen | Resultate / Downloads | Kontakte

Buchumschlag_Web.jpg

Astrid Stuckelberger
Anti-Ageing Medicine Myths and Chances
TA-SWISS (ed.)

 

 

ISBN 978-3-7281-3195-9
CHF 58.- / € 39.-

 

Einführung

Was bedeutet «Anti-Aging»?
Unter dem Begriff «Anti-Aging» werden zwei Tendenzen zusammengefasst: Einerseits sollen medizinische und andere Massnahmen dazu beitragen, die Lebensqualität alter Menschen zu verbessern. Anderseits könnte es in Zukunft möglich sein, den Stoffwechsel derart zu beeinflussen, dass die Alterung grundsätzlich verlangsamt wird. Dies könnte zu einem weiteren wesentlichen Anstieg der Lebenserwartung führen.

Chancen und Risiken von «Anti-Aging»
Eine gute Lebensqualität im Alter ist zweifellos ein erstrebenswertes Ziel. Doch welches sind die Kriterien dafür? Ist eine Ausweitung medizinischer Leistungen gefragt oder gibt es andere Möglichkeiten? Hat die Vision, die Lebenserwartung weiter zu erhöhen eine realistische Grundlage? Ist sie wünschbar? Welche Folgen sind beispielsweise zu erwarten für die Arbeitswelt, die Sozialversicherungen, die Freizeitindustrie, für das Zusammenleben der verschiedenen Generationen?

Wieso eine TA-SWISS Studie «Anti-Aging? Better Aging!»?
Die durchschnittliche Lebenserwartung Neugeborener in der Schweiz ist im internationalen Vergleich bereits hoch und steigt weiterhin an. Von zunehmender Bedeutung ist deshalb die Gesundheit alter Menschen und damit ihre Möglichkeit, möglichst lange ohne Behinderung und unabhängig zu leben.

Zielsetzungen der Studie

  • Erörtern der Zukunftsperspektiven sowohl der Anti-Aging-Medizin als auch anderer Konzepte für ein «besseres Altern»
  • Aufzeigen, wie die Lebensqualität alter Menschen durch neue Therapien oder andere Massnahmen verbessert werden könnte
  • Abschätzen des Potenzials für eine weitere Steigerung der Lebenserwartung und Hinterfragen der Wünschbarkeit entsprechender Massnahmen und der Interessen, die dahinter stehen
  • Abschätzen möglicher Folgen einer noch höheren Lebenserwartung, beispielsweise für die Arbeitswelt, die Sozialversicherungen, die Freizeitindustrie und das Zusammenleben der verschiedenen Generationen
  • Untersuchen der Thematik «Medizin für Gesunde», insbesondere der Ausweitung medizinischer Leistungen im Grenzbereich zwischen Therapie, Leistungssteigerung und «lifestyle-Medizin»
  • Bewerten der Situation in einer Gesamtbeurteilung durch einen Vergleich unterschiedlicher Strategien für ein «besseres Altern»
  • Formulieren von Empfehlungen für Entscheidungstragende, insbesondere Politiker/innen

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Vorgehen

Methode

  • Das Thema wird interdisziplinär in zwei Schwerpunkten untersucht. Im ersten Schwerpunkt werden gesellschaftliche, demografische, ökonomische und kulturelle Aspekte erörtert. Der zweite Schwerpunkt ist den medizinischen Aspekten sowie den Themen Pflege, Umfeld und Ethik gewidmet.
  • Zur Erarbeitung der entsprechenden Grundlagen wird die Fachliteratur ausgewertet, zudem werden rund 20 Fachpersonen aus verschiedenen Gebieten befragt. Einzelne der Themen werden durch ausführlichere Beiträge von Fachpersonen vertieft analysiert.
  • Beruhend auf den Haupterkenntnissen der verschiedenen Bereiche werden Schlussfolgerungen und Empfehlungen formuliert.

 

Zeitplan
Projektbeginn: März 2006 | Abschluss: Frühjahr 2008

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Resultate und Downloads

Medieninformation
Anti-Aging-Medizin: Das Altern sparen wir für später auf

Newsletter
Anti-Aging oder die alte Menschheitsidee des "Jungbrunnen" , 2/2008

Kurzfassung
Das Altern sparen wir für später auf
 (deutsch, französisch, englisch)

Studie
Anti-Ageing Medicine: Myths and Chances
 (Buch in englisch)

Zum Thema erschienen
Zufrieden alt statt krampfhaft jung

Bericht zum Dialogverfahren PubliTalk "Anti-Aging-Medizin

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Kontakte

Trägerschaft

  • Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS
  • Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW
  • Kommission für Technologie und Innovation KTI beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT

Beteiligte Personen

TA-SWISS Projekt-Betreuer

  • Dr. Adrian Rüegsegger, TA-SWISS. E-mail

Projekt-Beauftragte

  • Prof. Philippe Wanner, Ökonom und Demograph, Laboratoire de démographie et d'études familiales, Universität Genf (Projektleiter)
  • Dr. Astrid Stuckelberger, Psychologin und Gerontologin, Institut de Médecine Sociale et Préventive (IMSP), Centre Médical Universitaire, Genf

Begleitgruppe

  • Prof. Oreste Ghisalba, Novartis AG Basel, Delegierter der KTI (Präsident der Begleitgruppe)
  • Dr. Hermann Amstad , Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW
  • Margrit Bossart, Generalsekretärin Schweizerischer Seniorenrat SSR c/o Pro Senectute Bern (bis Oktober 2006)
  • Maya Brändli, Redaktion Gesellschaft, Schweizer Radio DRS2
  • PD Dr. Peter Diem, Präsident Schweiz. Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie, Inselspital Bern
  • Dr. Salome von Greyerz, Sektionsleiterin Strategie und Gesundheitspolitik, Bundesamt für Gesundheit
  • Bea Heim, Nationalrätin SP, Kanton Solothurn
  • Prof. François Höpflinger, Soziologisches Institut, Universität Zürich
  • François Huber, Bereich Kinder, Jugend, Alter; Bundesamt für Sozialversicherung
  • Dr. Irmgard Irminger, Laboratoire de biologie du vieillissement, Université de Genève
  • Dr. Pedro Koch, Schweizerische Patientenorganisation (SPO) (bis Januar 2007)
  • Dr. Emil Kowalski, Leitungsausschuss TA-SWISS
  • Prof. Andreas Stuck, Geriatrische Universitätsklinik, Spital Bern-Ziegler
  • Peter Seiler, Schweizerischer Seniorenrat, Bern (ab November 2006)

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Project
Short Title: Anti-Ageing Medicine
Long Title: Anti-Ageing Medicine – Myths and Chances
Short Description: Health, wellbeing and a youthful appearance: those are the goals of anti-ageing medicine. It is not only cosmetics that are sold under the anti-ageing label, but also, for example, food supplements and hormone replacement therapies. But which products really deliver what they promise? The TA-SWISS study offers an overview, and shows where the potentials and risks lie.
Start: 2006
End: 2008
Partner Institutes:
Scope Countries:
Contact Person: Rüegsegger, Adrian
Home Page URL: http://www.ta-swiss.ch/en/better-aging
Focus:
Project Leader: TA-SWISS
Other Members:

Das Projekt in Kürze

Gesundheit, Wohlbefinden und jugendliches Aussehen: Das sind die Ziele der Anti-Aging Medizin. Unter dem Label Anti-Aging werden nicht nur Kosmetika, sondern zum Beispiel auch Nahrungsergänzungsmittel und Hormonersatztherapien angeboten. Welche Angebote aber leisten, was sie versprechen? Die Studie von TA-SWISS schafft einen Überblick und zeigt auf, wo Potenziale und Risiken liegen.

Projekt: 2006-2008

Produkte: Buch (englisch) und Kurzfassung (deutsch, französisch, englisch)

Projektleitung: Dr. Astrid Stuckelberger, Université de Genève