Genetically modified plants and foods 

Ein EPTA-Projekt (2009)


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Chancen und Risiken im Zusammenhang mit gentechnisch veränderten Pflanzen und Lebensmitteln

Die Biotechnologie, insbesondere die Gentechnik, ist eine der umstrittensten modernen Technologien. Einerseits gilt sie als entscheidender Faktor für eine Steigerung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, andererseits ruft sie Bedenken hinsichtlich Gesundheit, Sicherheit und Umweltauswirkungen hervor.

Die neue europäische Richtlinie über die absichtliche Freisetzung (2001/18/EG) und die nachfolgenden EU-Verordnungen führten neue Rahmenbedingungen für gentechnisch veränderte Pflanzen und Lebensmittel in der EU ein, darunter die Betonung des Vorsorgeprinzips, eine verstärkte Risikobewertung, ein Zeitlimit für Bewilligungen, die Einführung von Nachkontrollen und ein verändertes Kennzeichnungssystem.

Gleichzeitig entsteht eine neue Generation von GVP, die die Grundlage für Arzneimittel, Industriechemikalien und andere Produkte bilden. Diese Entwicklung wirft neue Fragen bezüglich der Risikobewertung und Reglementierung auf und verleiht der Diskussion über die Vor- und Nachteile dieser GVP neue Brisanz.

Warum ein EPTA-Projekt über gentechnisch veränderte Pflanzen und Lebensmittel? 

Viele Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union und der Schweiz stehen gentechnisch veränderten Lebensmitteln ablehnend oder skeptisch gegenüber. In den letzten fünfzehn Jahren wurden in vielen europäischen Ländern hitzige Debatten über gentechnisch veränderte Pflanzen und Lebensmittel geführt. Diese Diskussionen haben gemeinsame Züge, lassen aber auch landesspezifische Entwicklungen erkennen.

Zahlreiche Projekte europäischer Institutionen zur Technologiefolgenabschätzung (TA) haben diese Diskussionen analysiert und zu ihnen beigetragen. Sie verwendeten dabei unterschiedliche Ansätze wie z.B. Konsenskonferenzen oder wissenschaftliche Beurteilungen. Auch für das Netzwerk der europäischen Institutionen für Technologiefolgen-Abschätzung (EPTA Network) sind gentechnisch veränderte Sämereien und Lebensmittel ein wichtiges Thema.

Ergebnisse der Studie

Die bestehenden Regulierungen für gentechnisch veränderte Pflanzen und Nahrungsmittel in Europa sind gemäss Schlussbericht nicht in jeder Hinsicht gewappnet auf künftige Herausforderungen. Insgesamt wurden fünf Schlüsselbereiche mit möglichen Problemen für die GVO-Regulierung in den nächsten Jahren sowie eine Reihe daraus resultierender möglicher Aufgaben für TA erkannt.

Resultate und Downloads

- Zusammenfassung (Deutsch)
- Bericht (Englisch)

Organisation

Projektpartner

  • Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag - TAB
  • Dänischer Technologierat
  • Österreichisches Institut für Technologiefolgen-Abschätzung – ITA
  • The British Parliamentary Office of Science and Technology – POST
  • Flämisches Institut für Wissenschaft- und Technologiefolge - IST
  • Scientific Technology Options Assessment (STOA – European Parliament)
  • TA-SWISS Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung

Projektkoordinator

  • Dr. Rolf Meyer, TAB

Projektteam

  • Danielle Bütschi, TA-SWISS
  • Peter Border, POST
  • Jarka Chloupkova, STOA – European Parliament
  • Els van den Cruyce, Flämisches Institut für Wissenschaft und Technologie IST
  • Soren Gram, Dänischer Technologierat
  • Armin Grunwald, TAB
  • Rolf Meyer, TAB
  • Arnold Sauter, TAB
  • Stef Steyaert, Flämisches Institut für Wissenschaft und Technologie IST
  • Helge Torgersen, ITA
  • Willy Weyns, Flemish Institute for Science and Technology IST

Projektmanagement TA-SWISS 

Dr. Danielle Bütschi , TA-SWISS

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