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Das Internet der Zukunft:
Herausforderungen und Perspektiven für die Schweiz
Projekt | Resultate | Vorgehen | Downloads | Veranstaltungen | Kontakte | Links
Das Projekt
Wie sieht das Internet der Zukunft aus?Parallel zur Entwicklung von neuen Technologien zeigen sich heute neue Anwendungen des Internets. Sie gehen in eine Richtung, in der das Internet gemeinsam gestaltet und genutzt wird. Diese Entwicklung kann mit dem Konzept von Web 2.0 beschrieben werden, oder auch mit dem Konzept von «social networking». Im Unterschied zum Internet der ersten Generation (Web 1.0), das in den 90er Jahren entstand und primär dazu dient, Informationen öffentlich zu machen, geht der Verwendungszweck des Web 2.0 weiter: Die Nutzer erstellen oder modifizieren die auf dem Internet erscheinenden Inhalte.
Längerfristig rechnen Spezialisten mit Anwendungen, die fähig sind, einem ungeordneten Online-Datenbestand einen Sinn zu geben, damit beispielsweise über eine neue Art Suchmaschine nicht mehr nach Schlüsselworten, sondern nach «Sinn» recherchiert werden kann (semantic web). Ebenso wäre künftig auch ein «Internet der Dinge» denkbar in dem die Gegenstände unter sich kommunizieren.
Chancen und Risiken des Internets der Zukunft
Die Internetentwicklungen bieten den Benutzerinnen und Benutzern und den Unternehmen neue Möglichkeiten. Informationen werden für beide Seiten zugänglicher, eine bessere Interaktion wird ermöglicht. Doch wie bereits bei der ersten Generation des Internets beobachtet werden konnte, werfen neue Technologien gesellschaftliche, rechtliche, politische und wirtschaftliche Fragen auf, die bewusst angegangen werden sollten.
Warum macht TA-SWISS eine Studie zum Internet der Zukunft?
Weil das Internet sowohl unser tägliches Leben als auch die Wirtschaft beeinflusst. Aus diesem Grund hat TA-SWISS ein langfristiges Projekt lanciert, das die gegenwärtigen und künftigen Formen des Webs auslotet, damit verbundene Herausforderungen ans Licht bringt und zum Nachdenken und zur Diskussion anregt.
Ziele des Projekts
Hauptziel des Projekts ist, Entscheidungsträger über das Internet der Zukunft zu informieren, über das Potenzial für Wirtschaft und Gesellschaft in der Schweiz und über sozialen Folgen. Dieses Projekt ist besonders auf die neuen Möglichkeiten, die das Internet bietet, ausgerichtet; auf Nutzerinnen und Nutzer und wie sie damit umgehen und welche Konsequenzen dies hat; auf Hauptakteure in diesem Gebiet, besonders in der Schweiz. Weiter sollten soziale und juristische Auswirkungen beleuchtet werden.
TA-SWISS setzt sich ebenso das Ziel, die Debatte zu diesen Fragen zu fördern. Dies indem Wissenschaftler, Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen und interessierte Bürgerinnen und Bürger in diese Reflexion einbezogen werden.
Resultate
Informationsbrochüre
«Herausforderung Internet»
Die Broschüre thematisiert der Einfluss des Internet auf Wirtschaft, Bildung, Politik und Freizeit. Es werden auch eine Reihe von Fragen aufgeworfen, die von den politischen Entscheidungstragenden beantwortet werden müssen.
Expertenbericht
Weiter knüpfen am Netz der Netze
Was Fachleute zum Internet der Zukunft sagen
Zusammenfassung des Expertenberichts
Bürger-Empfehlungen
- Wireless für alle
Kostenloser Wireless-Zugang für alle (Chancengleichheit) (flächendeckendes Netz, z.B. wie bei Handys, für die ganze Schweiz)
Adressat: BAKOM - Datenschutz
Wir wollen mehr wissen darüber, was geht, welche Daten gesammelt werden (z.B. für
Staatsschutz, vgl. Fichenaffäre) - Umgang mit Ressourcen
Die Schweiz muss sich für eine ökologisch und sozial gerechte Entsorgung engagieren.
Adressat: Verschiedene Bundesämter - Prävention
a) Kindern soll umfassend erklärt werden, wie sie mit dem Internet umgehen sollen.
Folgende Themen sollen in diese Präventionsarbeit eingeschlossen sein: Eigenverantwortung / Gesundheit / Sicherheit / Ethik
b) Auch Erwachsenen sollen diese Themen (Eigenverantwortung / Gesundheit /
Sicherheit / Ethik) vermittelt werden, z.B. über eine Informationsplattform www.internet.ch
(Adressat: Bund) - Faire Arbeitgeber
a) Keine Auslagerung von behördlichen Internet-Jobs in Billiglohnländer (Fairework /
Vorbildfunktion)
b) Es soll ein Label geschaffen werden für private Firmen, als Anreiz, damit diese die
Arbeiten nicht ins Ausland auslagern
(Adressat: Behörden) - Zugang für alle zu den gleichen Bedingungen
Engagement des Bundes, das den Zugang zum Internet der ganzen Schweizer
Bevölkerung (Regionen / Täler) zu den gleichen Bedingungen garantiert (z.B. Breitband-
Internetzugang) und zum gleichen Preis. - Reduktion des digitalen Grabens
Aktionen des Bundes mit dem Ziel, den digitalen Graben zwischen reichen und armen
Ländern zu reduzieren, namentlich über Entwicklungshilfe. - Schule und Internet
Über die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) die
Kantone motivieren, im Rahmen des obligatorischen Schulunterrichts die Jungen zu
erziehen, auszubilden und für die Nutzung der neuen Medien vorzubereiten. Das Ziel ist,
die Jungen für eine korrekte und bewusste Nutzung der neuen Medien zu
sensibilisieren. - Zugang zu Daten
Der Bund muss garantieren, dass jeder Zugang zu Daten hat, die ihn betreffen, und dass er gegebenenfalls diese korrigieren oder löschen lassen kann. - Opfer-Hilfe
Die Kompetenz und die Mittel dem Eidgenössischen Datenschutz- und
Oeffentlichkeitsbeauftragten übertragen, dass er Opfern von Internetkriminalität in
rechtlichen Belangen zu unterstützen kann. - Interdisziplinäres Weiterverfolgen
Ein interdisziplinärer Internet-Ausschuss soll geschaffen werden (dem BAKOM
angegliedert) das aus Experten zusammengesetzt und die Entwicklungen des Internets
und die sozialen und rechtlichen Auswirkungen verfolgen soll, um Empfehlungen für die
Politik, die Verwaltung und die Bevölkerung auszuarbeiten. - Sicherer und verantwortungsvoller Umgang mit Internet
Wir verlangen, dass die Bürgerinnen und Bürger für einen sicheren und
verantwortungsvollen Umgang mit Internet sensibilisiert werden. Dies soll mit Hilfe eines
interdisziplinären Ansatzes geschehen, welcher das Potenzial und die Gefahren von
Internet thematisiert und zusammenstellt. Die Initiative soll sich an alle Altersgruppen
wenden; sie soll vom Staat unterstützt und einer unabhängigen Organisation anvertraut
werden. - Internationale Überwachungsstelle
Um sicherzustellen, dass Internet betreffende Normen auf der ganzen Welt
gleichermassen respektiert werden, wünschen wir die Schaffung einer übernationalen
Organisation welche gemeinsame Regeln definiert und überwacht und Verstösse
dagegen meldet. - Internet für alle
Das Recht, auf Internet Zugang zu haben, steht allen zu. Die Verbindung ist Bestandteil
der vom Staat garantierten Grundversorgung. - Internet und Schulen
Internet soll auf allen Schulstufen Teil des didaktischen Unterrichtmaterials sein. Dazu
werden die nötigen Lehrkräfte und Fachexperten ausgebildet und die technischen und
pädagogischen Anlaufstellen zur Verfügung gestellt. - Internet und Demokratie
Internet soll Bürgerinnen und Bürgern eine Gelegenheit geben, sich in Belangen des
Gemeinwesens stärker zu engagieren. Alle Initiativen, die in diese Richtung gehen,
gefördert werden, beispielsweise E-Voting, Diskussionsforen, on-line Petitionen usw. - Internet und Gesundheit
Die Bevölkerung ist besorgt über die Auswirkungen der elektromagnetischen Strahlung
(Wireless), über die gesundheitlichen Folgen eines immer trägeren Lebensstils und die
Möglichkeit, dass Internet gewisse Suchterkrankungen hervorruft.
Methode
Das Projekt setzt sich aus drei Modulen zusammen, die die Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Jede Etappe ermöglicht, die Entwicklungen und neuen Anwendungen zu berücksichtigen. Das erste Modul hat zum Ziel, die zu diskutierenden Elemente verständlich darzustellen, indem einerseits eine Bestandesaufnahme gemacht wird und andererseits Denkanstösse formuliert werden. Die Resultate von diesem ersten Modul sind in der Broschüre «Herausforderung Internet» zusammengefasst. Sie ist auch für Nicht-Fachleute geschrieben. Die zwei folgenden Module haben zum Ziel, einerseits Expertenmeinungen für die kommenden Herausforderungen des Web einzuholen, andererseits mit einem partizipativen Verfahren eine öffentliche Debatte zu gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen mit Bürgerinnen und Bürgern zu initiieren.
Zeitplan
| Projektstart: | Februar 2008 |
| Erstes Modul: | März 2008 - Januar 2009 |
| Zweites Modul: | Februar 2009 - Dezember 2009 |
| Drittes Modul: | April 2009 - August 2010 |
| Voraussichtliches Ende des ganzen Projekts: | Ende 2010 |
Medieninformation
Ein Recht auf Internet
«Das Internet für alle» verlangen Bürgerinnen und Bürger. Ferner sei wichtig: Kinder und Erwachsene müssten lernen, das Internet bewusster zu nutzen, um Missbrauch zu verhindern. Die Forderungen stammen aus einer Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern, die im Rahmen des TA-SWISS-Projekts «Internet der Zukunft» am 18. April durchgeführt wurde. Am Tag vorher beantworteten Experten im Rahmen der Konferenz «Herausforderung Internet, heute und morgen» Fragen zum Internet.
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Vernetzt – oder im Netz gefangen?
Heute verbindet uns das Internet mit der ganzen Welt. Werden wir schon morgen als Gefangene in den Maschen des weltumspannenden Netzes zappeln? Die Broschüre «Herausforderung Internet», herausgegeben vom Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS, formuliert Denkanstösse und skizziert erste Antworten.
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Informationsbroschüre
Herausforderung Internet
Eine Auslegeordnung mit wichtigen Themen und Fragen
Expertenbericht
Weiter knüpfen am Netz der Netze
Was Fachleute zum Internet der Zukunft sagen
Zusammenfassung des Expertenberichts
Expertenvorträge, Konferenz "Herausforderung, heute und morgen", 17. April 2010
Prof Friedemann Mattern, Die Zukunft des Internet - was wird möglich?
Prof. Hans Geser, Internet für alle: Mythos und Realität
Josefa Haas, Publizistische Medien – Produkt mit Zukunft
Prof. Andreas Ladner, Bringt Internet Demokratie?
Karl Wimmer, Lernen und lehren: Schule im digitalen Zeitalter
Cristina Allegri und Roberto Keller, Internet & Jugend- Gebrauchsanweisung
Christian Weber, Wirtschaft 2.0
Spyros Arvanitis, Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und Beschäftigung in der Schweiz: Eine Bestandesaufnahme
Prof. Lorenz Hilty, Die Wirkungen des Virtuellen auf das Reale - Das Internet und der Umgang mit Ressourcen
Andreas Sidler, Datenschutz im Internet: Möglichkeiten und Grenzen
Prof. Solange Ghernaouti-Hélie, Wenn Internet zur Gefahr wird: Sicherheitsrisiken & Antworten
Thomas Schneider, Wer kontrolliert das Internet?
Lorenza Ferrari Hofer, Rechtliche Prinzipien im Internet
Artikel und Sendung
20.05.2010, RSR La 1ère, Médialogues (Französisch)
Konferenz "Herausforderung Internet, heute und morgen"
17. April 2010, 9.30-17.00 Uhr, Hotel Bern, Bern
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Trägerschaft
Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung, TA-SWISS, Dr. Sergio Bellucci
Die Förderagentur für Innovation, KTI, Dr. Pascal Sieber
Projektverantwortliche
- Dr. Danielle Bütschi, TA-SWISS externe Mitarbeiterin. e-mail
Begleitgruppe
- Dr. Fulvio Caccia (Präsident der Begleitgruppe), Präsident TA-SWISS
- Dr. Thomas Dübendorfer, Google, Zürich
- Prof. Christa Dürscheid, Deutsches Seminar, Universität Zürich
- Dr. Olivier Glassey, Observatoire Science, Politique et Société, Université de Lausanne
- Prof. Philipp U. Heitz, TA-SWISS (Mitglied Leitungsauschuss), Zürich
- Huma Khamis, Fédération romande des consommateurs (FRC), Lausanne
- Stéphane Koch, Internet Society, Genf
- Prof. Friedemann Mattern, Department of Computer Science, Institut for Pervasive Computing, ETH Zurich
- Prof. Thomas Merz-Abt, Pedagogische Hochschule Zürich (PHZH)
- Dr. Gérald Page, Brown & Page, Avocats, Genf
- Prof. Bernhard Plattner, ETH-Zentrum, Institut für Technische Informatik und Kommunikationsnetze
- Charlotte Sgier de Cerf, OFCOM, Bureau de coordination société de l'information, Bienne
- Dr. Pascal Sieber, CTI, Bern
- Detlef Vögeli, Stapferhaus, Lenzburg
Öffentlichkeitsarbeit
- Susanne Brenner, TA-SWISS. e-mail
TA-SWISS Berichte und Studie